honne dohrmann
In der Tanzsparte des Staatstheaters Mainz das Wort «Wunder» erst mal ins Regal zu räumen und die Aufschrift «Ballett» zu archivieren, das ist weise. In den Post-Schläpfer-Jahren gab dort eine angestrengt neoklassische Richtung den Tanz-Ton an, unter Nutzung sämtlicher Raffinessen von Bühnen- und Beleuchtungstechnik. Derweil zerrten die Choreografien den Tänzern die Arme hinter den Rücken. Keinerlei Wunder. Ab Herbst 2014 wird vieles anders. Honne Dohrmann zieht mit dem Intendanten Markus Müller von Oldenburg nach Mainz (tanz 10/13).
Sie bringen das Tanzkuratorenmodell mit, das sich nun, mittiger in Deutschland, noch mehr und schärferen Blicken beweisen kann. Muss. Tanzdirektor Dohrmann macht Programm, aber keine Choreografien und lässt, wie vorher im Norden, als Hauschoreografen Guy Weizman und Roni Haver mit dem 20-köpfigen Ensemble Stücke machen. Das hat wohl eine eher unterhaltsam-theatralische Note. Doch es kommen eben auch andere Choreografen zum Zug, eine weitere Israelin, Sharon Eyal, zwei Kanadier aus Montréal, José Navas und Danièle Desnoyers, auch Künstler aus Flandern. Dohrmann erfindet den Mainzern natürlich auch gleich ein internationales Festival, ermuntert die ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 156
von Melanie Suchy
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