Liebe, Tod und Teufel
Die Werbekampagne des Berliner Staatsballetts für die just begonnene Saison zeigt stürmisch aufgepeitschtes Meer, nebelumfangene Wälder, schroffe Felsen, wild-leidenschaftliche Natur. Motive wie von Caspar David Friedrich, dem deutschen Romantiker, dem das Gefühl Gesetz war. Dazu fordert die klassische Kompanie auf: Lasst Euch aufwühlen – von der Kultur. Das geht seit dem frühen 19. Jahrhundert ganz gut. Damals griff der Überschwang der romantischen Dichtung, Malerei und Musik aufs Ballett über und machte mit der Erfindung des Spitzentanzes die Romantik zur Klassik des Tanzes.
Zuerst als Teil einer Operninszenierung. 1831 holt Giacomo Meyerbeers «Robert le diable» die Geister der unkeuschen Nonnen aus ihrem ruhelosen Grab zum entrückten Bacchanal. Marie Taglioni führt sie in der Uraufführung an. Ein Jahr später schneidert ihr Vater ihr ein Elfenwesen auf den Leib, das bis heute als der Inbegriff des Romantischen Balletts gilt: «La Sylphide». Haltung und Handlung bleiben stilbildend für alle folgenden romantischen und viele neoromantische Werke – «Giselle», «La Bayadère», «Schwanensee» ... – unentschlossener Jüngling träumt von der idealen Liebe, erliegt dem Charme einer Illusion ...
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"Des Ordres / Désordres" ist eins dieser hübschen französischen Wortspiele. Gesprochen weiß man nie, ob es um Ordnung oder Unordnung geht. Das soll man auch nicht wissen beim Ballet du Rhin, der rechtsrheinischen Truppe in Mulhouse mit fulminanten Tänzern, die immer wieder Wagnisse mit jungen Choreografen eingehen. Der neue so betitelte Tanzabend beginnt mit...
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Rasta Thomas, der sanfte Ballett-Rebell, wurde 1981 in San Francisco geboren, wuchs in Saudi-Arabien auf, wurde in Washington ausgebildet, wo er mit 13 Jahren als Jüngster den Paris International Ballett Competition gewann. Mit seiner Gruppe Amazing Boys of Dance präsentierte er soeben im Hamburger St. Pauli-Theater die Premiere seiner Tanz-Show «Rock The Ballet».
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