Dunkle Schönheit
Möglichst makellos wünscht sich der Mensch seine Hülle, frei von den Zeichen, die der Zahn der Zeit in sie nagt. Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sie ist auch eine große Projektionsfläche für die Träume von anhaltender Jugend und für die Ängste vor der Vergänglichkeit des Körpers, der sich darunter befindet. Das, was also mehr ist als die bloße Außengrenze unserer Körper, macht Bart Hess in seinen Foto- und Video-Arbeiten zum Spiegel, der aktuelle Fragen reflektiert.
Wie ändert sich das Verhältnis zu unserem Körper in einer Zeit, in der virtuell gestaltete Perfektion ästhetische Normen setzt und die physischen Realitäten beeinflusst? Von fast schmerzhaft sezierender Wirkung sind die Inszenierungen des niederländischen Künstlers, obwohl er lediglich Oberflächen manipuliert. In der Kombination von ungewöhnlichen Materialien und vertrauten Grundformen entstehen hybride Daseinsformen. Diese Zwitterwesen, irgendwo zwischen Mensch, Monster und Maschine angesiedelt, zwingen den Betrachter regelrecht, Position zu beziehen.
Wenn Bart Hess wie in den Foto- und Video-Arbeiten der Reihe «Pins and Needles» Metallplättchen auf einen dunkelhäutigen Rücken -appliziert und diesen mit ...
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Tanz August/September 2018
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Andrea Kachelrieß
Dabke ist ein im östlichen Mittelmeerraum beliebter Kreistanz. Man hält sich an den Händen oder umgreift die Schultern des Nachbarn. Die Füße folgen tanzend der Darbuka, hier einer von Ali Hasan betätigten Bechertrommel. Er, wie auch die vier Tänzer Medhat Aldaabal, Fadi Waked, Moufak Aldoabl und Firas -Almassre, stammen aus Syrien. Aufgenommen wurden sie vom...
Madame Massé, Sie sind als Choreo-grafin, Forscherin und Lehrende auf Barocktanz spezialisiert und haben gerade bei den «Potsdamer Musikfestspielen» eine ausgesprochen spritzige Inszenierung von André Campras «L‘Europe galante» choreografiert. Wie kamen Sie zum Fach? Eher zufällig. 1980 hatte ich meine klassische Ausbildung gerade hinter mir, da veranstaltete...
Würde der Vorgang, von dem hier zu berichten ist, in der freien Wirtschaft spielen, dann wäre die Rede von einer Marke, die viel wert ist. Doch im Kulturbereich denkt niemand daran, seine Erfindungen zu schützen. Im Gegenteil: Dass seine Idee, junge Choreografen zu fördern, weltweit kopiert wurde, hat Fritz Höver stolz gemacht. Heute findet man im Spielplan jeder...
