Éric Oberdorff: Etre

Genf: Éric Oberdorffs «Etre» zusammen mit «Dov`è la luna» von Jean-Christophe Maillot und Jiri Kyliáns «Blackbird»

Tanz - Logo

Éric Oberdorff ist noch immer ein Geheimtipp. Dabei läuft im Theater Hagen schon seit Wochen sein Stück «Libre» aus dem Jahr 2008, schon 2001 gewann er mit «Impression lumières fugitives» den 1. Preis beim Int. Wettbewerb für Choreografen in Hannover. Aber weil er in Nizza lebt und nicht in Paris, weil er in Gießen choreografiert – allerdings auch in Mainz zu sehen war – tragen Oberdorff und seine 2002 gegründete Compagnie Humaine etwas schwer an der Last, dass die Tanzwelt immerzu meint, die Provinz meiden zu müssen.



Nun am Grand Théâtre de Genève, dem großen Fördertheater für solch hartnäckige Fälle, bringt er zusammen mit seinem alten Chef in Monte Carlo, Jean-Christophe Maillot, ein Doppelprogramm ans Haus: Maillot studiert mit dem Ballet du Grand Théâtre de Genève sein «Dov’è la luna» ein, Oberdorff seine Kreation «Être» zu Musik von Vivaldi: neoklassisch, roh, skulptural.
 

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2010
Rubrik: Highlights, Seite 32
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Wanderzirkus

Temps d' images in Düsseldorf ist Teil eines Festivalzirkus, den man ausnahmsweise ganz positiv so nennen darf. Dieses Wanderfestival stellt tatsächlich die attraktivsten Sensationen aus dem Grenzbereich von Tanz und Bildender Kunst aus. Eine unserer Favoritinnen ist diesmal die in Zürich geborene Nicole Seiler. Sie lässt die Tänzerin YoungSoon Cho Jaquet sich in...

Fabien Prioville: «Jailbreak Mind»

Der Anfang ist Fliegen. Schräg hinter einem Hubschrauber, im Lärm, beschreiben wir eine Kurve, das wolkige Blau unter uns weicht dem geometrischen Grau einer Stadt, vielleicht New York, riesige Bauten werden erkennbar, Straßenschluchten von oben. Der Flug stoppt, die Kamera, wäre es eine, schaut von oben auf die Silhouette des Helikopters. Etwas fällt aus ihm...

Philippe Decouflé: «Désirs» im Crazy Horse

Siehe da, plötzlich hat auch der Kulturfreund allen Grund, ins Crazy Horse zu gehen, weil dort Philippe Decouflé die Puppen tanzen lässt. Dass in ihm ein sensibler Bewunderer des weiblichen Körpers steckt, war seit Langem öffentlich. Schon seine letzte Großtat war eine Revue mit wahren Striptease-Tänzerinnen. Die aber wollte nicht recht zünden, weil er dort keine...