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the royal ballet

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Hier kommt ein vierteiliges Programm aus London, das Licht und Schatten des Royal Ballet eindrücklich vorführt. Da sind zunächst zwei amerikanische, einst fürs New York City Ballet entstandene Meisterwerke. Jerome Robbins’ einzigartig gültige Neukreation von «L’Après-midi d’un faune» − «Afternoon of a Faun» (1953) − steht in ihrer träumerischen Ballettsaalerotik an Schönheit nicht hinter Nijinskys Debussy-Deutung zurück. Sarah Lamb ist die lasziv ihre Glieder streckende Muse, der sehnig-elegante Vadim Muntagirov gibt den blasierten Ballerino.

Den mit viel Glamour und generöser Technikbrillanz aufwartenden «Tchaikovsky Pas de Deux» (1960) von George Balanchine absolvieren (die von Berlin angereiste) Iana Salenko und ihr strahlender Partner Steven McRae mit narzisstischer Freude an der Ausstellung eigenen Könnens. Doch wenn es neu und kreativ werden soll, dann hapert es bei diesem Abend. 

Liam Scarletts «Viscera» bietet ein geschmeidig schönes Duo mit feiner Armarbeit für Marianela Núñez und Ryoichi Hirano im Mittelteil, aber sonst viel belanglos glattes Tanzwerk in neoklassischer Manier zu einem düsteren Klavierkonzert von Lowell Liebermann: Eine recht öde Aneinanderreihung, wo eine ...

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Tanz August/September 2016
Rubrik: Medien, Seite 62
von Manuel Brug

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