expressionisten in darmstadt

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Je ärger die Weltwirtschaftskrise zwischen den Weltkriegen wurde, desto mehr näherte sich der Expressionismus dem Tanz an. In Hamburg wurden mehrtägige, aufwendige Künstlerfeste gegeben, mit acht Meter hohen Götzenfiguren, unter denen man den «Götzenbumbum» tanzte. Mary Wigman und Valeska Gert sahen hier den «SüdseeDukDukTanz», zu dem riesige Tanzmasken getragen wurden.

Während die Künstlerfeste bei ihren Machern einen exotistischen Rausch und Ekstase hervorriefen, lösten sie bei den Bürgern Entsetzen und Empörung aus «wegen zu viel Freizügigkeit in einer politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeit». 1922 war das Fest ganz dem modernen Tanz gewidmet, samt eines großen «Planetentanzes», bei dem das Tänzerpaar Lavinia Schulz und Walter Holdt auftrat. In ihren selbst gefertigten skurril-grotesken Ganzkörpermasken stellten sie das «Toboggan» dar, das «Ungeheuer vom Sirius» (auf dem Foto: Lavinia Schulz in der Tanzmaske «Toboggan Frau», um 1923, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg) und tanzten, wie der Journalist Erich Lüth schrieb, «eine Grimasse gelebten Lebens». So lebendig war das «Gesamtkunstwerk Expressionismus», dem die Mathildenhöhe Darmstadt noch bis zum 13. Februar ihre ...

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Tanz Februar 2011
Rubrik: kalender: ausstellungen, Seite 47
von

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