dijon: russell maliphant «afterlight»

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Welch Eleganz: Daniel Proietto, in roter Jacke und dunkler Hose, dreht sich langsam, dabei einen Arm hebend, den Oberkörper nach hinten gebogen. Er ist in einen weichen, sich gegenläufig drehenden Lichtkegel getaucht. Das Kreisen, in verschiedenen Tempi, bleibt im Verlauf dieses ersten Teils von Russell Maliphants «AfterLight» beherrschendes Element, ungeachtet eines zunehmenden Ausgreifens in den Raum.

Proiettos intensives Tanzen brachte ihm soeben in London den «Critics’ Circle National Dance Award» für die beste männliche Performance ein – und Maliphant einen solchen Preis für die beste moderne Choreografie.

Das traumverlorene Solo entstand 2009 für das Programm «In the Spirit of Diaghilev». Maliphant nahm damals Bilder von Waslaw Nijinsky und einige von dessen Zeichnungen als Anregung, experimentierte mit Drehungen, Abwinklungen und der Energie, die ihm diese Bilder vermittelten, und so wirkt das Solo wie eine ferne Reminiszenz an Nijinsky in «Le spectre de la rose».

Für das knapp einstündige Werk, im vergangenen September am Londoner Sadler’s Wells Theatre uraufgeführt, hat Maliphant sein intuitives ­Bewegungsspiel weitergeführt. Nach dem Solo sind es zunächst zwei weiß ...

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Tanz März 2011
Rubrik: kalender, Seite 44
von Kaus Kieser

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