Paul Seaquist
Das Ballett sei überwiegend schlecht gemanagt, sagt er und versucht im Großen, was Christoph Winkler mit seinen Berlin GoGos im Kleinen angeht: den Tänzern mehr Aufmerksamkeit und breitere Einsatzmöglichkeiten zu verschaffen. Seaquist, in den USA geboren, in Chile aufgewachsen und dort zum Tänzer ausgebildet, fand über Umwege zu seiner Bestimmung, für die der Mittdreißiger heute brennt. Seit fünf Jahren betreut er Solisten wie Robert Tewsley, Mikhail Kaniskin, Ronald Savkovic und ist stolz, mittlerweile auch Aurélie
Dupont unter Vertrag zu haben.
Dass er besonders gern jungen, noch weniger bekannten Talenten auf den Weg hilft, gehört ebenso zu seinen Ambitionen wie der feste Wille, weiterreichend in künstlerische Prozesse einzugreifen.
Zwar veranstaltet er Star-Galas in Taipeh, Shanghai, Peking, Hongkong, doch sind die eher ein erster Schritt in den asiatischen Raum, um dort seine Träume zu verwirklichen. Theater zu eröffnen, eigene Saisons mit Uraufführungen einzurichten, hält er, dessen Vorbild Serge Diaghilew ist, durchaus für real und hat auch ein Gespür dafür, wo private Geldgeber bereit sind, sich für den Tanz zu engagieren. Sie zu finden, als Bindeglied zwischen Kommerz und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
ZebraDans is the first Swedish theatre dedicated to dance for children and teenagers. And although Lisa Spets, founder and artistic director of ZebraDans, may not have any explicit political or aesthetic agenda, the act of setting up and running ZebraDans is pure practical (aesthetic) politics.
ZebraDans is a pun – it translates literally as “see high quality...
Working on the edge – between the beautiful and the kitsch – is Montréal choreographer Dave St-Pierre, well-deserving of the title of VIP 2007 for his work “Un peu de tendresse bordel de merde!”. Loosely translated, the title for his piece is “A little tenderness for fuck’s sake,” and he goes to great lengths to show us where we have ended up, to make us realize...
Sie könnten ohne Weiteres machen, was andere ihresgleichen tun. Thomas Plischke wurde
Ende der 90er als choreografisches Jungtalent gefeiert. Und Kattrin Deufert wäre prädestiniert für eine akademische Karriere als Theaterwissenschaftlerin. Als die beiden zusammentrafen, verbanden sie ihren Hang zur Verausgabung und durchliefen einen schwierigen Prozess, an dessen...
