Merril Ashley
Sie haben mehr als 30 Jahre beim New York City Ballet getanzt. Wie war Balanchine als Lehrer? Er unterrichtete jeden Tag, außer er war krank oder unterwegs. Selbst an unserem freien Tag, dem Montag, hielt er ein freiwilliges Training ab. Balanchine liebte es zu unterrichten.
Eines Tages, sagte er, werde ich mehr für meinen Unterricht als für meine Ballette bekannt sein. Sein Unterricht war außergewöhnlich: die hohen Standards, die er setzte und auf die er sehr achtete, die Art und Weise, wie er die russische Tradition erweiterte, das Tempo anhob, die Bewegungen vergrößerte und ihnen mehr Kraft verlieh. Und er fügte ein ganzes Spektrum von Bewegungen hinzu, das es nie zuvor im Ballett gab. Dabei war alles sehr logisch: körperlich, visuell, choreografisch. Es ist wie Mathematik. Man kann die Muster sehen, die er konstruiert hat. Sie sind kompliziert, aber logisch.
Wie kann man sich das Training vorstellen? Balanchine war Choreograf, d. h. er erforschte neue Möglichkeiten und drängte uns immer, über das Erreichte ...
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