le havre: emmanuelle vo-dinh

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Ein Franzose fährt nicht «nach Le Havre» sondern «in den Hafen»: au Havre. Als gäbe es nur diesen einen auf der Welt. Für Emmanuelle Vo-Dinh  mag es sich nun tatsächlich so anfühlen. Am Centre chorégraphique national Le Phare (Der Leuchtturm) von Le Havre tanzte sie einst in der Kompanie von François Raffinot. Heute ist sie dessen neue Leiterin. Schon 1998 gründete sie in der größten Hafenstadt der Normandie, die im zweiten Weltkrieg  von den Nazis in Geiselhaft genommen und deshalb von den Alliierten zerbombt wurde, ihre eigene Kompanie: Sui Generis.

Die Cunningham-Schülerin, die Hervé Robbe als Direktorin der einst unter Bouvier/Obadia bekannt gewordenen Institution ablöst, zeigte nun mit «Revolve» ihr erstes dort entstandenes Werk, eine Erweiterung ihrer Kreation aus 2011 mit dem Toronto Dance Theatre zu Gérard Griseys Komposition «Vortex Temporum» (1996). Beide Titel zusammen bedeuten so viel wie: Alles kehrt zurück.

Zeit und Erinnerung standen schon immer im Mittelpunkt von Vo-Dinhs choreografischen Recherchen. Mit «Revolve» wähnt man sich in der Tat in einer verflossenen Epoche. Vo-Dinh gibt hier eher ihre künstlerische Visitenkarte ab: Seht her, ich studierte bei Cunningham. ...

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Tanz Januar 2013
Rubrik: menschen, Seite 28
von Thomas Hahn

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Sie wurden bei Rosella Hightower in Cannes ausgebildet, hatten zahllose Engagements als Tänzer und Ballett-meister und unterrichten seit Jahren sowohl an Schulen als auch bei Kompanien. Bei den ZAV-Auditions (vgl. S. 68) geben Sie regelmäßig das klassische Training. Inwiefern unterscheidet sich das vom normalen Exercice?

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