Die Hoffnungsträger
_______delavallet bidiefono
«In Brazzaville gehört der Tod zum Alltag der Menschen», sagt DeLaVallet Bidiefono. Bürgerkrieg, gesundheitliche Risiken, plötzliche, unerklärliche Explosionen … «Man lebt im Rhythmus der Totenwachen; es wäre unhöflich, jemanden, der um einen Angehörigen trauert, nach der Todesursache zu fragen.» Und was kann der zeitgenössische Tanz da ausrichten? Für Bidiefono ist es ein Kampf um eine besondere Redefreiheit, «um das Reden durch Handeln zu ersetzen».
Für das diesjährige «Festival d’Avignon» schrieb ihm der Co-Kurator, Dieudonné Niangouna, ebenfalls aus Kongo, den Text zu «Au-delà», «Jenseits von». Gut und Böse? «Ich will erzählen, wie ich selbst mit dem Tod in Berührung kam und wie sich die Menschen heute mit ihm arrangieren», sagt er. Und das führt für ihn über den Tanz: «Tagelang arbeiten, ohne sich ernähren zu können, das ist fast so, als betrachte man seinen Körper von außen, um so die Kraft zum Tanzen zu finden.» Der körperlich und choreografisch imposante Bidiefono ist eine Stimme Afrikas und darüber hinaus –
au-delà eben. Bekannt wurde er 2009 in Europa mit dem Stück «Unsere Kinder jagen uns Angst ein, wenn wir ihnen auf der Straße begegnen», ...
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Tanz Jahrbuch 2013
Rubrik: , Seite 158
von
Maria-Helena Buckley, Sie haben bis Juni 2009 20 Jahre lang in Berlin getanzt, an der Deutschen Oper, der Staatsoper und am Staatsballett. Zuletzt waren Sie Erste Solistin. Wie sollte es mit Ihrer Karriere nach der Karriere weitergehen? Hat Sie Fotografie interessiert?
Die Fotografie nicht wirklich, Bilder schon. Mein Vater ist Maler, ich bin mit Bildern...
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