Still untitled
Die Last der niedrigen Decke wiegt schwer, der Raum ist kühl, während draußen die Sonne brennt. Ungefähr zehn Leute haben sich an diesem Sonntagmorgen in einem gewölbeartigen, von Säulen gestützten Raum im Keller des Krameramtshauses eingefunden, in dem die niederländische Bibliothek zu Münster ihren Sitz hat. Wir alle sind neugierig darauf zu erfahren, wie wir unsere eigene Skulptur verkörpern können – so die Ankündigung des Workshops von Xavier Le Roy, der ihm Rahmen der «Skulptur Projekte Münster 2017» stattfindet.
Wir lernen uns kennen, gehen im Raum umher, geben uns die Hand, stellen uns vor und blicken uns in die Augen. Anschließend teilen wir uns in Gruppen auf, sprechen mit unseren Gruppenleitern über Skulpturen, die wir gesehen haben, und versuchen uns auf diese Art langsam der Vorstellung von einer Form anzunähern. Jeder soll an eine Skulptur denken. Ich stelle mir eine minimalistische Skulptur von Donald Judd vor. Andere denken an Giacomettis «Schreitenden Mann» oder Rodins «Denker». Welchen Aspekt der Skulptur wollen wir verkörpern? Finden wir dafür Übersetzungen? Haltungen? Bilder? Ich konzentriere mich auf den Aspekt der Gegenläufigkeit. Indem ich versuche, oben und ...
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Tanz August/September 2017
Rubrik: Produktionen, Seite 22
von Gerald Siegmund
Das in Brüssel ansässige multinationale Performancekollektiv Fieldworks um den Norweger Heine Avdal und die Japanerin Yukiko Shinozaki entwickelt in seiner aktuellen Arbeit «unannounced» eine Erzählung aus den Rahmenbedingungen des Theaters, die der Zuschauer normalerweise bewusst ausblendet. Dabei wirkt der Titel beinahe wie eine Referenz auf das legendäre Ballett...
Wenn der Tänzer Micha Goldberg mit wehender Mähne im rosa Fransenkostüm über die Bühne galoppiert, dann gibt es kein Halten mehr – wir haben jede Menge Spaß. Auch daran, wie Goldberg und seine Mittänzer hier einen Abend lang Sponge Bob hoch drei mimen. Zwei Männer und drei Frauen sind in der selbstgebauten Vergnügungslandschaft von «FUN!» unterwegs zu nimmermüder...
Zum vierten Mal findet im Haus der Berliner Festspiele das «Tanztreffen der Jugend» statt – eine Plattform für Amateur-Ensembles, die für exzellente Vermittlungsarbeit stehen. Eine Jury hat sieben Kompanien ausgewählt, die vom 22. bis zum 29. September ihre Arbeiten in der Hauptstadt zeigen und sich außerdem miteinander austauschen werden. Als da sind: ENSAMPLE...
