Aaron S. Watkin
Nach Paul Chalmers durchwachsenem Start als Leipzigs neuer Ballettchef hat sich mit dem Amtsantritt von Aaron S. Watkin diesen August auch in Dresden ein Generationswechsel vollzogen. Der umtriebige Kanadier, dessen Tänzerkarriere im National Ballet of Canada begann und sich beim English National Ballet, bei Het Nationale Ballet, Forsythe und Nacho Duato fortsetzte, legte zumindest in der Neuformation des SemperOper Balletts einen Bilderbuchauftakt hin. Von den 56 Positionen sind 33 durch vielversprechende Kräfte des internationalen Markts umbesetzt.
Die der Pariser Opéra ähnliche Hierarchie aus Solisten, Halbsolisten und Coryphées bietet den Corps-Mitgliedern mannigfache Aufstiegsmöglichkeiten. Ein besonderer Coup ist ihm bei den Ersten Solisten geglückt. So verfügt er mit Bridget Breiner aus Stuttgart, Yumiko Takeshima von Het Nationale und Jirí Bubenícek aus Hamburg über eine erlesene Trias, der sich Natalia Sologub vom Mariinsky Ballett als Stern erster Güte addiert. Ebenfalls aus St. Petersburg kommen: Dmitry Semionov, Bruder der Wunder-Polina vom Staatsballett Berlin und anscheinend ebenso begabt, sowie die jungen Gruppentänzer Elena Vostrotina und Pavel Moskvito. Auch ...
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This spring, prima ballerina Anik Bissonnette, a fixture at Les Grands Ballets Canadiens de Montréal for the last 17 years, announced she is on the move. She is retiring from Montreal’s top-drawer ballet troupe next season, the company’s 50th anniversary. It’s a sad moment for Bissonnette and her fans, but one of excitement too. “Ready for new adventures,” she’s...
Zugegeben: Vladimir Malakhov übertreibt es damit. Gala, Gala und noch mal Gala, das ergibt kein sinnvolles Repertoire. Aber in München, London oder Hamburg sah man in dieser Spielzeit hinreißende Programmzusammenstellungen.
Lange standen Gala-Vorstellungen in dem Ruf, bloße Anlässe zum Ausführen von Abendkleidung zu sein (vor der Bühne) und zum Demonstrieren...
Das politische Tanztheater ist nicht tot. Es ist nicht einmal vom Aussterben bedroht – auch wenn die Orgien der Selbstbezüglichkeit, die die Bühnenkunst der 1990er Jahre prägten und bis heute fortwirken, diese Befürchtung schürten. Der interventionistische Tanz deutscher Prägung, die kritisch-abstrahierende Gesellschaftsanalyse in der Nachfolge von Kurt Jooss,...
