bepreist: anton rudakov

Tanz - Logo

ist Tänzer beim Hessischen Staatsballett Wiesbaden. Gewonnen hat er nun den «Goldenen Schmetterling» im Rahmen des ungewöhnlichen Choreograpfen-Wettbewerbs «Skopje Dancelab 2015» am Nationaltheater Skopje in Mazedonien. Der gebürtige Russe erhielt ihn für sein feines Solo «If I Were the Moon» zu «If» von Pink Floyd, das einen Mann porträtiert, der dem Tag nicht so recht begegnen mag und den das Versagen nie ganz loslässt (was auf Rudakov als Waganowa-Absolvent wohl kaum zutrifft).

Ausgetragen wurde der Wettbewerb mit zehn handverlesenen Choreografen in einer Außenspielstätte, in Veles. Die mazedonische Stadt liegt am Fluss Vardar und war unter Tito ein bedeutender Industrieort. Heute liegen die Fabriken still. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, dafür wurde hier im letzten Jahr ein sehr modernes Theater eröffnet. Zur ersten Runde des Festivals hatte dessen Leiterin, Risima Risimkin, auch die Kinder und Jugendlichen der Stadt geladen. Einige kamen sogar weiter bis ins Finale. Anton Rudakov wird nächstes Jahr mit Risimkins fabelhaftem Skopje Dance Theater, das zum Auftakt seine starke Kreation «SMS» präsentierte, ein neues Stück erarbeiten. Der Nebenpreis für die bemerkenswerteste Tänzerin ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 33
von Lilo Weber

Weitere Beiträge
interviews: natasha hassiotis

natasha hassiotis ist studierte Juristin und Tanzwissenschaftlerin und seit Anfang der 1990er-Jahre u.a. auch für tanz als Kritikerin unterwegs. Wer so viele Gespräche wie die griechische Journalistin geführt hat, sitzt irgendwann auf einem Berg von Material, das sein Verfallsdatum überschritten hat. Sollte man meinen. Aber die Lektüre von «Great Choreographers –...

roadmovie: exilantin

In ihrem Film «Auf der Suche nach Isolde» begibt sich die österreichische Filmemacherin Barbara Windtner gemeinsam mit der Tänzerin Ulrike Hager – sie hatte die Idee zu diesem Film – und der Körpertrainerin Monika Klietmann in Südamerika auf Spuren der österreichischen Ausdruckstänzerin Isolde Klietmann (1908 Marburg/Slowenien – 1996 Mendoza/Argentinien), die in...

dvd: chopin dance project

Das berühmteste Ballett zu Musik von Frédéric Chopin ist sicherlich Fokines «Les Sylphides», auch wenn dafür die zarten Klavierstücke von Alexander Glasunow robust orchestriert wurden. John Neumeiers «Kameliendame» ist ebenfalls eine große Chopiniana, das puristischste Chopin-Ballett ist jedoch Jerome Robbins’ «Dances at a Gathering» von 1969 – dem zur Musik des...