medien
brug schaut dvd_________
dornröschen
Schon beim Studium des Besetzungszettels für das neue, goldstrotzende «Dornröschen», das kurz nach der Eröffnung des renovierten, sehr goldstrotzenden Bolschoi-Theater Premiere hatte und weltweit in die Kinos übertragen wurde, fällt auf: Neben dem Bolschoi-Star Svetlana Zakharova als Aurora steht da als Prinz – David Hallberg, kein Russe. Beim prestigeträchtigsten Premierentermin seit Langem tanzte der 29-jährige Amerikaner aus South Dakota auf den heiligsten aller Ballettbühnen-Brettern der Welt.
Einst flüchteten Schwanenköniginnen und Nussknacker in den Westen und wurden – wie Nurejew oder Baryshnikov – zu Popstars. Heute geht ein Amerikaner in die Höhle des Löwen, nur auf Teilzeitbasis und gleichsam zur Erlangung höherer Klassikweihen. Wer im Traditionsrepertoire groß geworden ist, sucht mitunter in umgekehrter Richtung das Weite, so wie Natalia Osipova und Ivan Vasiliev, deren Bolschoi-Demission (siehe S. 20) noch mehr Furore machte als die Ankunft des Amerikaners in der Kremlstadt.
Wer nun das neue Bolschoi-«Dornröschen» auf DVD sieht, der weiß: David ist hier allein zu Haus. Mit der Zakharova flackert keine Wärme, in ihrem Rosenadagio ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Januar 2013
Rubrik: medien, Seite 58
von
Wer macht sich schon gern zum Narren? René Klötzer spielt zwar einen, aber von «Liebe», «Geborgenheit», «Salafisten» oder «Analverkehr» handelt das Stück noch lange nicht, wiewohl diese sich als Stichworte auf einem Flipchart an der Bühnenrampe wiederfinden. Sie werden von ihm ebenso schnell überblättert wie vergessen. Erst ein Thema wie «Träumer» lässt den...
«Atmet einfach ein und aus, entspannt euch – und habt vor allem Spaß!» Dirk Elwert ist keine Bürokratenseele, sondern ein ziemlich guter Seelsorger. Er kann sich offenbar lebhaft ausmalen, wie es gerade um die 23 blutjungen Damen und Herren bestellt ist, die sich an diesem Sonntagmittag im Ballettsaal des Leipziger Opernhauses versammelt haben. Eigentlich gehören...
Bremen: «The House that never Walked» von Opiyo Okach, Helge Letonja
Hannover: «Versuchungen» von Felix Landerer, Commedia Futura
Gent: «X-on» von Ivo Dimchev
Italien: «Cinderella» von Giorgio Madia
