forschungsbericht: jean georges noverre

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Sibylle Dahms‘ langjährige Beschäftigung mit dem großen Ballettreformer Jean Georges Noverre wurde bemerkenswerterweise durch ihre Arbeiten zu dessen wichtigstem Konkurrenten Gasparo Angiolini ausgelöst. Nun legt die ausgewiesene Spezialistin für das 18. Jahrhundert zu Noverres 200. Todestag den neuesten Stand der Forschung vor.

Erklärtes Ziel der Monografie ist es, Ausgangspunkt für weitere Detailforschungen zu sein und ein Nachschlagewerk für die schnellere ­Orientie­rung.

Nach biografischem und historischem Überblick stellt Dahms ausführlich Noverres Schriften vor, neben den berühmten «Lettres sur la danse et sur les ballets» auch die unbekannteren Texte. Das Konkordanzverzeichnis der verschiedenen Ausgaben der «Lettres» lässt allerdings die gleichzeitige Publikation ihrer im Band angekündigten kommentierten Gesamtausgabe vermissen.

Ein zweiter Abschnitt ist dem Praktiker Noverre, seinen Tänzern und Komponisten gewidmet. Damit füllt Dahms eine Lücke, galt doch die bisherige Beschäftigung mit Noverre zumeist dem Theoretiker. «Die Annäherung an den Praktiker Noverre zeigt viele Facetten seiner insgesamt so schillernden Persönlichkeit. Hierbei wird auch deutlich, dass die hohen ...

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Tanz Januar 2011
Rubrik: medien, Seite 55
von Frank-Rüdiger Berger

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