chuck morris
Welche Wünsche hat man an den Tanz, und wer ist geeignet, diese zu erfüllen? Was suchen wir allabendlich auf der Bühne? Ein Stück von der Freiheit, eine wirklich gute Idee, ein Bild für den nächsten nächtlichen Albtraum? Und wer kann gar die Fahne der Hoffnung tragen – oder ist es eine Fackel? Wenn jemand für die Hoffnung einstehen kann, dann wohl das Performerinnenduo Chuck Morris, allerdings würde es sie zugleich per Aufführung dekonstruieren. Chuck Morris, das ist ein Künstlerinnenduo unter Männernamen, der an den Filmhelden Chuck Norris erinnert, umweht vom Wilden Westen.
2008 haben sich Cecilie Ullerup Schmidt und Lucie Tuma am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen zusammengefunden, um etwas von alldem zu realisieren: ein Stück von der Freiheit, kluge Ideen, zu eigenwilligen Bildern verspielt. Sie durchstöbern Theorie, Kunst und Popkultur, um sich ebenso wie ihrem Publikum Potenziale und Utopien für eine scheinbar alternativlose Gegenwart einzuräumen.
Wie könnten wir sein, und wie die Welt? Ist wirklich schon alles gesagt oder getan? In ihrer Arbeit als Duo streben sie danach, den Status der Einzelnen aufzuheben, im Möglichkeitsraum des Theaters deklinieren sie ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 153
von Esther Boldt
Florentina Holzinger: Was machst du gerade?
Eike Wittrock: Ich organisiere mit Margarita Tsomou in Hamburg fürs «Internationale Sommerfestival» auf Kampnagel die «Fantasies that matter. Images of Sexwork in Media and Art»-Konferenz.
Holzinger: Was ist das denn?
Wittrock: Kulturwissenschaftlerinnen treffen auf Sexarbeiterinnen. Aber wir sind ja nicht deshalb hier. Es...
«Tauberbach» ist das am meisten akklamierte Stück der Saison. Der Theatertreffen-Jury, die jährlich unter zehn Aufführungen traditionell eine Tanztheaterproduktion einlädt, wird die Entscheidung diesmal sicherlich besonders leicht gefallen sein. Alain Platels jüngstes Werk wurde uraufgeführt an den Münchner Kammerspielen, einer allseits als derzeit bestes deutsches...
Sauber angeordnet stehen die Kaffeehausstühle und -tische auf der Bühne, als stammten sie aus Jim Jarmuschs Episodenkino «Coffee and Cigarettes». Oder aus dem kleinen Film «Coffee with Pina» von Lee Yanor. Es sind runde Grübeltische, Geständnistische, Weißt-du-noch-damals-Tische. Heute wären sie gedeckt mit Tablets und Tofutellern und kaum noch dazu geeignet,...
