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Newcomer: Julian Weber – Abschied von Hugues Le Bars und Alla Sisowa – Carla Fracci und Italiens Kultur-Debakel

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newcomer_________

julian weber

Einer trägt Helm. Oben drauf schwebt ein Mobile, eins wie von Alexander Calder. In der halben Stunde, die das «Museum der Repliken» in den Berliner Uferstudios dauert, hat der Behelmte die Bühne genau zur Hälfte gegen den Uhrzeigersinn umrundet. Er ist der Zeiger. Nicht Julian Weber zeigt. Der Choreograf trägt zwar lauter Skulpturen des Minimalismus der 1960er-Jahre in die weiße Galerie, aber Bühne links ist große Aktion:­ Fünf Männer auf Kothurnen rufen im Kanon: «Really, it was well made, no question».

Lautstark kommentiert der Chor das filigrane Solo, Webers feinfühlige Kontaktaufnahme mit den Kunstkopien: «Why do they always hide behind irony/abstraction/content?» Warum verstecken sich Künstler hinter Zitaten? Natürlich erinnert die Aktion an Tino Sehgals berühmten Chor «This is so contemporary!». Natürlich erinnert Julian Weber mit peitschenden Armen an Happenings und Aktionen wie «Huddle» von Simone Forti. Alles nur geklaut? Nein, Kunst ist gefangen in ihrem Kontext, ihrer Geschichte, ihrem Erbe. So unterrichtet es Berlins Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz als «Kontext» – die Erde ist rund und wiederholt sich ständig. Weber war dort einer ...

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Tanz Januar 2015
Rubrik: menschen, Seite 30
von

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