Die Hoffnungsträger

Jonah Cook

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Keiner springt mit solchem Wagemut wie er. Da ist nicht mal der Bruchteil eines Zögerns. Also los! Die langen Beine zum Froschsprung angezogen. Runter vom Tisch. Der Frau in die Arme. So muss es sein, wenn man sich Hals über Kopf in eine Beziehung stürzt. Es könnte er oder sie, es könnten auch beide dabei draufgehen. Aber sie fängt ihn auf. Man ist so nah dran, bei dieser Probe im Bayerischen Staatsballett von Pina Bauschs Stück «Für die Kinder von gestern, heute und morgen», dass es einen förmlich vom Stuhl weht. Lässig geht er von dannen. War da was? Noch mal. Und noch mal.

Der rothaarige Schlaks mit der cremeweißen Haut macht keinen auf lässig. Er ist es. Jonah Cook sein Name, gebürtiger Schotte, wimpernlose blaue Augen.

Hätten Tilda Swinton und David Bowie einen gemeinsamen Sohn, er sähe aus wie Jonah Cook. In London hat er die Royal Ballet Upper School abgeschlossen. In die Kompanie übernommen haben sie ihn nicht, weil dort die Tänzer Schlange stehen für die Stellen, die es nicht gibt, hat er erzählt. Deshalb kam er zur Spielzeit 2012/13 als Volontär in die Junior Company des Bayerischen Staatsballetts. Jetzt ist er noch nicht mal Mitte zwanzig und Demi-Solo. Und einer der ...

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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 159
von Eva-Elisabeth Fischer

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