Liam Scarlett

Tanz - Logo

Treffen wir den künftigen Leiter des Royal Ballet, Liam Scarlett. Er ist zwar erst 24 Jahre alt, hat aber schon richtig imposante Choreografien im Gepäck. Sein «Allegro de jeunesse» für die Schüler der Royal Ballet School faszinierte bereits 2005. Hier treibt ein fähiger Mann eine große Gruppe disparater Talente mit atemberaubender Sicherheit über die große Bühne, so souverän, als sei damit die Zukunft des Balletts in Großbritannien schon positiv beschlossen.

«Asphodel Meadows» war seine erste Arbeit im Royal Opera House, die nicht nur fantastische ­Kritiken erhielt, sondern die Damen und Herren Zuschauer regelrecht wachküsste nach mindestens sechs Jahren Dornröschenschlaf. Dafür gab es Nominierungen für die «Critics’ Circle National Dance Awards», wie zuvor für «Of Mozart» (2008) und «Consolations and Liebestraum» (2009), die beide für das Royal Ballet im Linbury Studio Theatre entstanden waren.

Geboren in Ipswich, wurde Scarlett an der Royal Ballet School ausgebildet und trat 2005 der Kompanie bei. Der Ernennung des ausdrucksstarken Tänzers zum Solisten im Jahr 2008, folgte eine Reihe von Solorollen in klassischen und modernen Choreografien. Seine Zukunft sieht mehr als rosig ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 141
von Mike Dixon

Vergriffen
Weitere Beiträge
Bertram Müller

Ihn mit 64 Jahren einen Hoffnungsträger zu nennen, weil er, dem Vernehmen nach, in ein oder zwei Jahren das tanzhaus nrw der Stadt Düsseldorf vermachen will – was für eine Vorfreude ist das denn? Würde das Tanzhaus in städtischer Hand nicht ebenso zu einer Institution werden wie die Oper und das Schauspiel? Würde aus dem tanzhaus nrw nicht einfach nur das 37. vom...

Nelisiwe Xaba

Das einzige Problem ist ihr Nachname, bei dessen Aussprache sich unsereins immer blamiert – er beginnt mit einem schnalzenden Xhosa-Klick. Deshalb hat man sich in Europa angewöhnt, von «Nelli» zu sprechen, wenn man Nelisiwe Xaba meint, und das tut man jetzt öfter. Die frühere Tänzerin bei Robyn Orlin, die schon immer auch eigene Sachen machte, hat von Soweto aus...

Gintersdorfer / Klassen

Es blitzt immer ein leicht misstrauisch wirkender Schalk aus ihren Augen. Monika Gintersdorfer und ihr herzlicher, gern zurückhaltend wirkender Partner Knut Klaßen gewannen soeben den ersten George-Tabori-Preis des Fonds Darstellende Künste für freie Theaterarbeit. Vielleicht gewannen sie ihn auch deshalb, weil die beiden die freie Theaterarbeit ähnlich definieren,...