die liebe kann tanzen
Der «schweigsamen Kunst» Aussagekraft abzutrotzen, ist eine Kunst, auf die sich nicht alle Choreografen so gut verstehen wie Stephan Thoss. «Die Liebe kann tanzen» heißt sein neuestes Werk, und im Programmheft beschreibt es der einstige Ballettchef von Kiel, Hannover und Wiesbaden als ein Wechselspiel von Frage und Antwort: «Die Fragen lockten und kitzelten Antwortversuche aus uns heraus, die den Motor des Dialoges in Gang setzten. Dabei kam am Ende eine Choreografie heraus, die die Welt des Wortes verformt hat …, um eine besondere Assoziationskraft zu entfalten.
» Eine Choreografie, die dem Doppelthema «Tanz» und «Liebe» nicht eine nacherzählbare Handlung abgewinnt, sondern die vielfältigen Formen des Mit- und Gegeneinanders auf situative Weise sichtbar macht – das allerdings auf so selbstverständliche und schlüssige Art, dass man davon nicht genug bekommen kann.
Gut zwei Stunden dauert der Abend im Basler Theater, eine Pause inbegriffen, und keinen Augenblick wird er einem zu lang. Immer wieder verdichten sich die Soli und Ensembles zu Szenen, denen Thoss grundsätzliche Titel wie «Du», «Wir», «Ich», «Loslassen» «Unsichtbarer Riss» oder «Namenlose Freude» gegeben hat, ohne dem ...
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Tanz Februar 2015
Rubrik: produktionen, Seite 13
von Hartmut Regitz
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