Roberto Zappalà: «Instrument 1 und 2»
Der italienische Choreograf Roberto Zappalà betreibt im Zentrum der sizilianischen Stadt Catania ein Privattheater, das er Scenario Pubblico nennt: öffentliche Bühne. Im Sommer diente sie seinem Festival Uva-Grapes, das zu Performances, Meisterklassen und Videotanz-Vorführungen lud, als Spielstätte. Zum ersten Mal beteiligten sich auch die Oper und das Teatro Massimo Bellini, und sie ermöglichten es, dass Zappalà sein kurzes Stück «Instrument 2 (la sofferenza del corpo)» – der Schmerz des Körpers – nun ausbauen kann. Die Premiere wird Anfang 2009 stattfinden.
«Instrument 2» ist das zweite Kapitel seines Projekts «Re-mapping Sicily». Der Vorgänger, «Instrument 1 (scoprire l'invisibile)» – das Unsichtbare ausfindig machen – konzentrierte sich zuvor auf sieben tanzende Männer, die von einer «Scacciapensieri» begleitet werden, einer kleinen Harfe, die auf der Insel mit der Zunge gespielt wird, um den Moment vergessen zu können (Zappalà erreicht das genaue Gegenteil).
«Instrument 2» ist ein Solo für Michal Mualem, eine israelische Tänzerin, die die Bühne zusammen mit Laura Inserra bewohnt. Die Komponistin spielt in Yogaposition einen konvexen Metallgong, ein sogenanntes Hang, das 2000 ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Kader Attou zählt zu den reifsten und innovativsten Choreografen Frankreichs. Mit seiner neusten Kreation «Petites histoires.com» gewann er in Périgueux den Preis der Kritik bei Mimos, Europas größtem Festival für Körpertheater. Dabei war es das erste Mal überhaupt, dass die HipHop-Szene hier unter den Mimen ihr Talent zeigen durfte. Seit September ist Attou auch...
Ein bisschen Biografie ... Tanzstudium an der New York University. Danach hat mich Merce Cunningham am meisten inspiriert. Für ihn habe ich seit 1981 getanzt. Eine überlebensgroße Erfahrung: Man lernte unglaublich viel über Choreografie, Philosophie, Musik, einfach durch die Arbeit...
Lohnt es sich, Shakespeare zu vertanzen? Immerhin gibt es schon, sagt das Programmheft, circa 400 gelehrte Publikationen jährlich zum Problemkomplex «Hamlet». Klingt übertrieben. Trotzdem finden sich immer wieder Neudeutungsnischen. Ähnlich ambitioniert interpretieren die schätzungsweise ein Dutzend europäischen Inszenierungen pro Saison «Hamlet» mal politisch,...
