marseille: nuevo ballet español «cambio de tercio»
Das Stück der beiden Kompaniegründer Ángel Rojas und Carlos Rodríguez sorgte in Spanien für einigen Wirbel. Die beiden sind zwar berühmt dafür, Flamenco mit spanischen Tänzen wie Fandango oder Sevillana zu verbinden. Mit ihrem «Cambio de tercio» zum fünfzehnten Geburtstag des Nuevo Ballet Español setzen sie jedoch auf reinsten Flamenco. Was immer das ist.
Der Titel stammt aus dem Stierkampf und meint einen Wechsel im Angriff.
Insofern passt der Titel gut: Rojas und Rodríguez lassen jeden modernisierenden Ansatz hinter sich und gehen ein knappes halbes Jahrhundert zurück, als Flamenco noch männliche Bravoura war, weibliches Sentiment, grelle Kleiderfarben, das unvermeidliche Punktmuster, eben alles, was man von alten Postkarten kennt. Seitdem hatte es dieser Tanz aus der folkloristischen Exotenecke zum UNESCO-Welterbe geschafft. Und nun das hier: Flamenco als reines Abziehbild seiner selbst. Viele halten das nicht nur für falsch, sondern auch für respektlos gegenüber den Errungenschaften, die dem Flamenco die Würde der Kunst verlieh. Andere finden es einfach nur spaßig.
Und darum ging es Rojas und Rodríguez auch, als sie dieses Stück entwarfen. Es ist restlos übertrieben und ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: kalender, Seite 38
von Justine Bayonbd Espoz
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