dana caspersen
Eine in Minneapolis geborene Tänzerin geht auf Audition-Tour durch Europa. Im Jahr 1988. Beim Ballett Frankfurt gefällt ihr die Arbeitsweise von William Forsythe auf Anhieb. Umgekehrt trifft das auch zu. Also bekommt Dana Caspersen, gerade mal 23 Jahre alt, einen Vertrag. Und bleibt. Bis heute. Seit 2005 heißt die Kompanie The Forsythe Company, und der Namensgeber, inzwischen ihr Ehemann, wird bald nicht mehr Direktor sein (tanz 6/14). Dana Caspersen aber hat vorgebaut, längst ihre Transition nebenbei vollzogen.
Denn parallel zur Arbeit als Tänzerin, Choreografin und Autorin für die Company hat sie ein Studium in Konfliktmanagement absolviert und wird seitdem als Mediatorin engagiert. Für echte Fälle, für Fortbildungen – und für hybride Projekte zwischen Kunst und Gesellschaftsdialog, die sich im Rahmen von Aushandlungs- und Erkenntnisprozessen bewegen.
Soeben war sie in New York, vorher in Vermont in Neuengland, nächste Woche geht es nach Dresden, zum Nebenwohnsitz der Forsythe Company. «Ich bin immer unterwegs», sagt Dana Caspersen. Sie wirkt aufgeräumt, lacht viel, es blubbert fröhlich aus ihr heraus – nicht aus Verlegenheit oder Nettigkeit, sondern weil sie sich amüsieren kann ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: menschen, Seite 18
von Melanie Suchy
At the mesmerizing sound of a pizzicato cello, played live by a young girl who also gently sings from one corner of the white square traced on the black carpet floor, four old women perform a neat and hypnotic ritual, passing from hand to hand a small piece of lacework. In this episode titled «Magi» appears a clear and simple gesture, the unmistakable mark of...
Zu den hypnotischen Pizzicato-Klängen eines Cellos und der zarten Singstimme der jungen Frau, die das Instrument live auf der schwarz ausgelegten Bühne spielt, vollführen vier alte Frauen ein strenges Ritual, indem sie einander ein kleines, mit Spitze besetztes Stück Stoff herumreichen: eine schlichte, reduzierte Geste, typisch für die Formensprache des...
on tour_________
alvin ailey american dance theater
Allerorten wird über das Tanzerbe diskutiert, ein Name fällt dabei so gut wie nie: der des 1989 verstorbenen Alvin Ailey, dessen Company bis heute überlebt hat. Seit drei Jahren leitet Robert Battle das Ensemble, das die Theatersommerpause mit zwei neuen Tour-Programmen überbrückt. Immer dabei: Aileys Klassiker...
