Die Selbstbehauptung des Körpers
Am Beginn stand kein ästhetisches Programm, sondern der Glaube an die eigene Kraft. Die vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff, die sich im Juni 1905 in Dresden zur Künstlergruppe Die Brücke zusammenschließen, wenden sich ausdrücklich an «Schaffende» wie «Genießende», an Künstler wie Betrachter, an eine junge Generation, die sich «Arm- und Lebensfreiheit» gegenüber den Älteren verschaffen will.
Das von den Impressionisten eingefädelte Bündnis zwischen moderner Kunst und gegenwärtigem Leben wird noch enger geknüpft: Kunst als Ausdruck der «Unmittelbarkeit» und «Unverfälschtheit» meint nicht nur eine Befreiung des Sehens, sondern die Versöhnung von Kunst und Leben. Nie war die Verbindung so eng wie in den ersten Jahren der gemeinsamen Arbeit der Brücke-Künstler, den miteinander verbrachten Moritzburger und Fehmarner Sommern. Akt und Landschaft waren die zentralen Motive, in deren Einheit sich die Utopie eines neuen Menschen und eines selbstverständlicheren Umgangs der Geschlechter enthüllt. Eine Idylle, aber keine der Idealisierung, sondern einer neuer Selbstbehauptung kantiger Körper. Schon bald, in den Bildern aus der ...
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After more than twenty years, it seems that we have entered a new phase in the field of contemporary dance. I am not trying to define the latest heroic moment in dance: these days it is only too obvious that a history that follows a lineal and positive timeline does not reflect reality. This new phenomenon (that shares time and space with other phenomena of very...
Es ist wieder soweit. «Ungefähr alle dreiunddreißig Jahre» geschieht es, «dass ein vollkommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus, aus der Richtung der Altschulgasse her, in altmodische, verschossene Kleider gehüllt, gleichmäßigen und eigentümlich stolpernden Ganges, so, als wolle er jeden Augenblick vornüber fallen, durch die...
Seine erste Liebe gehörte dem Tanz, und «Erste Liebe» hieß nach Tschechow ein Ballett in einem Akt, das Gerald Humel 1965 komponierte. «Schon als Junge», gesteht der «Dramatiker des Klangs» auf seiner Website, «hat mich das Ballett fasziniert» und nennt als Grund, dass seiner Meinung nach die «wichtigste Musik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ......
