Stichprobe: Die Nurejew-Gala
Wumm, wieder ist einer gelandet! Ein echter Kontrapunkt zum leisen Tschaikowsky und dem sanft pastellenen Licht. Die Bretter des Prinzregententheaters sind berüchtigt für ihre Percussion-Akustik. Für Tanz eingeschränkt geeignet. For what goes up, must come down. Bei der Nurejew-Hommage «Thank you, Rudy!» lief vieles nicht glatt.
Vergessen wir das Rätselraten um die Programmfolge. Ob «Dornröschen» zuerst oder «Romeo und Julia» vielleicht – is doch wurscht. Hauptsache die Musik geht los und da stehen zwei Tänzer.
Gut, auch ein Einsatz kann mal daneben gehen, kein Beinbruch. Doch, denn Ballett verzeiht nicht. Es ist entweder grandios oder lächerlich. Es läuft wie geschmiert oder riecht nach Provinzzirkus. Wir sind im 21. Jahrhundert; das Publikum kann sich den Original-«Rudy» jederzeit auf den Bildschirm holen, ohne Abstriche bei der eigenen Bequemlichkeit oder der Qualität der Darstellung. Live muss besser sein.
Wenigstens besser als hier. Im Prinze rattert die Illusionsmaschine gefährlich laut. Einführung: warme Worte vom früheren Nurejew-Manager Luigi Pignotti. Bio-Clips und Rudy-Tanzvideo-Splitter aus der Zeit vor Super 8. Das ist rührend. Die Conférencière flüchtet ohne ...
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You may know that in the last few years there has been an explosion of interest in the study of mind. In particular, there has been a blossoming of studies of consciousness, of the subjective aspects of our mental lives, of experience. Much of this work has been interdisciplinary. How could it not be? Philosophers, psychologists, neuroscientists, not to mention...
Die Vermutung, dass der Titel des Stücks auch die Länge der Aufführung angebe, ist nicht falsch. Kevin O‘Days Choreografie dauert exakt so lang wie Steve Reichs Komposition «Music for 18 Musicians»: 70 Minuten. Solche Titelgebung gab es schon bei Cage und Jirí Kyliáns Einakter «27’52’’».
O‘Day versucht damit, wie er im Programmheft schreibt, die Frage «Wie gehen...
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dies sei ein Beweis für die mühelose Erhöhung des Renteneintrittsalters. Einer der Tänzer, Horst Dittmann sagt ja auch: «Ich musste neu beginnen, das habe ich getan.» Aber: «Bei einer gefälligen Inszenierung, die uns bloß noch mal im Rampenlicht glänzen lassen will, hätte ich niemals mitgemacht.» Mit seinen 63 Jahren ist er...
