Vorschau - Impressum August/September 2017
Gil Roman
Das Erbe, das dieser Mann verwaltet, ist eine Zentnerlast. Denn der große Maurice Béjart, der vor genau zehn Jahren starb, hat epochale Werke und eine legendäre Kompanie hinterlassen. Unterdessen hat der Nachfolger offenbar vieles richtig gemacht: Das Béjart Ballet gedeiht, der Nimbus lebt.
Ein Report
Kirill Serebrennikov
Sensation und Skandal am Bolschoi: Seine als Highlight der Saison gehandelte «Nurejew»-Inszenierung wurde drei Tage vor der Premiere gekippt. Was steckt dahinter? Und wer ist der Mann, der sich im Kreml offenbar eine Menge Feinde gemacht hat?
Tamara Rojo
Einst fulminante Ballerina des Royal Ballet London, heute fulminante Direktorin des English National Ballet: Tamara Rojo funkelt noch immer im Rampenlicht, aber hinter den Kulissen hat sie Englands wichtigste Tour-Truppe aus der Krisenzone geholt. Porträt einer Eisernen Lady der etwas anderen Art mit Akram Khan bei den Proben zu seiner «Giselle»
Bruno Beltrão
Nur durch Fensterschlitze fällt Licht auf die zehn Männer, die irgendwo im Nirgendwo miteinander ringen: Wie viel Solidarität, wie viel Mitgefühl ist unter dem täglichen Wettbewerbsdruck überhaupt möglich? Der brasilianische Choreograf Bruno ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2017
Rubrik: Vorschau / Der direkte Weg zu tanz, Seite 80
von Red.
Es gibt sie überall in Deutschland: Tanzschul-Dynastien. In Köln sind es die TV-bekannten Breuers. In Stuttgart die Burger-Schäfers, deren Gründer noch in Schlemmers «Triadischem Ballett» mitwirkten. In Nürnberg ist Familie Krebs seit 1883 im Tanzschul-Geschäft. In Essen sitzen die Overraths, die vor einem Jahr sozusagen mit einem anderen Clan fusionierten: dank...
Immer noch entwickelt sich das klassische Ballett weiter und entdeckt für sich neue Formen. Es ist die elaborierteste, die gehobenste Tanzform schlechthin. Man sieht Tänzerinnen und Tänzer, die Dinge bewerkstelligen, die sonst kein normaler Erdenmensch hinbekommen würde, und nicht selten blitzt ein göttlicher Funke auf. Aber beim klassischen Ballett geht es nicht...
Der Blick ins Programmheft löst Beklommenheit aus: Tschaikowsky, Alfred Schnittke und Cat Stevens, Soft-Song-Ikone der 1970er-Jahre, sollen die musikalische Rahmung besorgen? Reichlich dissonante Mischung, die nichts Gutes ahnen lässt für die Aufführung, die gleich in Hamburgs Staatsoper anrollen wird. Drei Stunden später ist man bekehrt, und damit keineswegs...
