Emio Greco: «Hell»
«Ding … dong …», endlos wiederholt sich der Doppelton. War da nicht was mit Beethoven? Das ganze «Bam, Bam, Bamm – BAM!» von Emio Greco I PC über «Hell» geht im Takt der Fünften Sinfonie. Doch bei aller Wucht Beethovens, uraufgeführt bei Montpellier Danse: sie tragen Notenständer auf die Bühne. Für «Bam, Bam, Bamm – BAM»? Nein, für eine großartige Partitur alltäglicher Gesten.
Die Pauken sind ans Ende des Stücks geschoben. Zuvor herrscht eine Atmosphäre wie beim Cloud Gate Dance Theatre. Bühne und Gestik in asiatisch reinen Linien, aber kraftvoll.
Brillantes Design. Filigrane Lichtstrahlen feiern das Dunkel. «Hell» ist ein Ballettprodukt wie aus einer Hochglanzbroschüre. Eine Luxusmarke wie auch die erste Ausgabe von Grecos neuer Zeitschrift. Ihr Titel: «Hell!», natürlich.
Die zentrale Doppelseite ist eine Anzeige für das Parfum zum Stück. Es heißt «Extremalism», nach einem Konzept von Greco. Es bleibt nur unklar, ob er Ernst macht mit dem Ballett als Werbekanone oder gar als by-product für «The new fragrance». Wo er die gesamte Produktlinie in den Hochglanztraum von Luxus mit schlafwandlerischer Sicherheit in ästhetische Stimuli fasst, darf das Produkt Tanz nicht weniger ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
His shaved head, pronounced brow, his piercing eyes and warm smile, make for a disarming combination of looks and intention. In no uncertain terms, the Israeli-born choreographer is making people take notice. At 37, Gat is gaining international recognition for his choreographic work. In his newest evening-length work for 11 female dancers, “K626,” Gat turns to...
Bei Schlömers dreiteiligem Mozart-Projekt für die Salzburger Festspiele nehmen zum ersten Mal Videoelemente relevanten Raum ein. «Irrfahrten» heißt die Trilogie, die die Oper «La Finta Semplice» mit musikalischen Fragmenten unter den Titeln «Abendempfindung» und «Rex Tremendus» verbindet. Dass er mit Video arbeitet, ist eine kleine Sensation. Verweigert er doch...
Wie ist die momentane Situation? Gerade hatten wir wieder Aufnahmeprüfungen. Es gibt immer zwei fürs kommende Wintersemester: im März und im Juni. Beworben hatten sich ungefähr einhundert Leute. Wir nehmen jedes Jahr aber nur maximal zwölf Studierende auf. Das Studium dauert vier Jahre, mit einer Vordiplomprüfung nach dem vierten Semester und der Diplomprüfung und...
