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Daniela Kurz: Rauschraum

Wie sieht der Tanz der Zukunft aus und wo findet er statt? 16 Statements

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Der Tanz scheint vielerorts mitten in der Gesellschaft angekommen zu sein. Vielfach aus den Theaterräumen ausgezogen, ist er in den öffentlichen Raum eingezogen und sucht dort sein Publikum. Dabei hat er neue Inhalte für sich erobert. Getrieben vom Event-Zeitgeist der Informationsgesellschaft, verliert er sich inzwischen zunehmend in einer immer raffinierter ausgeklügelten Virtuosität und wird so Teil des Spiels, das er­ ­eigentlich infrage stellen wollte.



Aufwühlende, provokante, drastisch schockierende Bilder sollten in der Tanz- und Theaterarbeit des 20. Jahrhunderts Konflikte sichtbar machen und gesellschaftliche Debatten anregen. Doch die Allmacht der digitalen Bilderflut des 21. Jahrhunderts schwächt diesen Diskurs, die Theaterbilder erscheinen wie Abzieh-Tattoos, die nicht mehr unter die Haut­ ­gehen. Kann ein Publikum, das seine Existenz in den virtuellen Raum kopiert und dort die Gewalt der globalen Bilderströme «teilt», sich noch auf die Bilder des Theaters einlassen und aus ihnen schöpfen? Werden dem Tanz durch diese digitalen Fluten nicht gerade die Bilder vorweggenommen, die er so dringend selbst braucht, um am Puls der Zeit die ihm eigenen Akzente zu setzen und seine ...

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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Raum für Visionen, Seite 110
von Daniela Kurz

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