Das Bild und seine Geschichte
Nachtaufnahme: Sophiensæle in Berlin. Im Untergrund treffen sich die grass roots zum Fokus auf ihre Partikularinteressen. Hinter dem Namensschild Miriam Wolff sitzt die Vertreterin der Gewerkschaft. Verbandspolitik als Freizeitgestaltung nach Trainingsschluss? Vor ihr eine junge Choreografin auf der Stuhlkante. Konzentriert, als höre sie zum ersten Mal von ihrem eigenen Beruf. Neugierig: Kommt jetzt Funktionärssprech? Nein. Miriam brennt für ihr Anliegen. Bei Honorar- und Zeitfragen antwortet sie mit professionellen Qualitätsstandards. Sie spricht von Arbeit, Würde und Aura in einem Satz.
Ihre Beispiele reichen von den Berliner Opernhäusern bis in die neuere amerikanische Musikgeschichte. Rechtskunde mal groovy, wer hätte das gedacht. Sie ist eine glühende Kämpferin für die Integrität ihrer Kunst. Es gibt kein Regelvakuum. Nur falsche Schüchternheit und schlechte Sachkenntnis. Wie soll man daraus, jetzt ist sie nachdenklich, Strahlkraft entwickeln? Das Publikum hat ein Recht auf gesunde, konzentrierte, motivierte, erfahrene, ja glückliche! Profis auf der Bühne. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass die meisten Vertragspartner dankbar sind für ein starkes Gegenüber. Wenn das im ...
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Das «Triadische Ballett» des damals 24-jährigen Oskar Schlemmer, uraufgeführt am 30. September 1922 am Württembergischen Landestheater in Stuttgart, war ein Höhepunkt des abstrakten Balletts. Keine getanzte Handlung, sondern ein «freies Spiel» der optischen Komposition. Statt Menschelndem tanzte Pappmaschee. Die Tutus bestanden aus bunten Holzringen. Die Arme waren...
«Oh Gott, oh Gott, das ist aber schade. Und nicht gut für das Image des Ruhrgebiets.» So reagierte NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff auf die kurzfristige Absage der Stadt Bochum an die Loveparade. Eine Woche später, gefragt, ob er die Loveparade nicht nach Düsseldorf holen wolle, wehrte der CDU-Politiker heftig ab: Die Hinterlassenschaften der...
Maßgeblich ist der Mensch. Der Höhe, Breite, Länge nach. Danach richtet er sich ein. Gern bequem. Seit gut zehn Jahren choreografiert Jenni Kivelä so die Natur ihrer Spezies. In «Red-Letter Days», «Ylva-lii and Other Stories», «Master Detectives» und «House of Mrs Wilson». Menschen, also Finnen, sind ganz schön anpassungsfähig. Eigenbrötler qua Geografie, ballen...
