das publikum

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Wenn Sichtbarkeit gleichzusetzen ist mit Erfolg, dann ist der Tanz erfolgreicher denn je. Zahlreiche Talentshows im Fernsehen ziehen ein Millionenpublikum, das dem Tanz mehr Öffentlichkeit beschert als je zuvor. Tanz in seiner natürlichen Form, also auf einer Bühne oder in einer Site-spezifischen Umgebung dargeboten, ist allerdings flüchtig und hat ein relativ kleines Publikum. Jede Vorstellung ist ein Unikat und in diesem Sinne exklusiv. Glücklicherweise lassen sich Tanzvorstellungen wiederholen und, entsprechend konzipiert, auch relativ leicht von Ort zu Ort transferieren.

So weit, so gut: Mit diesen Ingredienzen – starke Präsenz im öffentlichen Raum und Spielmöglichkeiten ohne Grenzen − steht der Verlängerung des Erfolgs eigentlich nichts im Weg. Tanz ist die performative Kunstform des 21. Jahrhunderts!

Es mag daher überraschen, dass gewisse Tanzkreise Erfolg und großes Publikum mit Gefälligkeit und Oberflächlichkeit assoziieren. Man scheint zu befürchten, dass der Tanz in den Mainstream der Unterhaltung abzugleiten droht – auf die qualitativ mindere Ebene der fernsehgerechten Choreografien bei «So You Think You Can Dance» und ähnlichen Programmen. Diese Sorge lässt sich ...

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Tanz Februar 2016
Rubrik: Editorial, Seite 3
von Samuel Wuersten

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