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im november: claire cunningham
Claire Cunningham hat ein Handicap. Wenn sie tanzt, dann mit Krücken. Jess Curtis hat nun gemeinsam mit ihr ein neues Werk geschaffen: «The Way You Look (At Me) Tonight». Der Titel bringt es bereits auf den Punkt: Wenn wir einen Körper sehen, bewerten wir ihn. Aber nach welchen Maßstäben? Nach welchen Kriterien beurteilen wir Körperbau oder Haltung, welches Ideal und welche tanztechnischen Vorannahmen legen wir zugrunde? Cunningham tanzt ihre Spezialität: die physische Verzerrung und den (Fehl-)Gebrauch ihrer Krücken.
Damit zieht die Schottin sogar Philosophen in ihren Bann. Das Porträt einer Tänzerin, die zeigt, wie neue Techniken auch neue Urteile erzeugen.
«Give Me a Reason to Live» von und mit Claire Cunningham Foto: Hugo Glendinning
im dezember: mitkhal alzghair
Er ist in Damaskus ausgebildet, er hat in Montpellier studiert, seit 2010 lebt er in Paris. Vermutlich auf Dauer. Denn der 35-jährige Tänzer und Choreograf hat kaum mehr Hoffnung, irgendwann in sein Heimatland zurückgehen zu können. Dort hat der Bürgerkrieg Land und Zivilgesellschaft verwüstet – und die Kultur geschändet, die Mitkhal Alzghair geprägt hat. Sie lebt in seinem Körper ...
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Tanz Oktober 2016
Rubrik: Service, Seite 80
von
Eine Mischung aus perversem Interesse an gestörtem Verhalten und Empathie mit den Betroffenen sei es gewesen, die ihn als Heilpädagogen faszinierte, gab Alain Platel einmal im Gespräch mit der Dramaturgin Renate Klett zu Protokoll. In den mehr als 30 Jahren seines Choreografen-Daseins haben sich die Anteile bei dem Menschenversteher aus Gent allerdings verschoben:...
Seit 2013 leitet Robert Swinston das Centre National de Danse Contemporaine (CNDC) in Angers. Seine Nominierung löste damals diskreten Zoff aus. Die Stadtväter von Angers hofierten den Amerikaner. Paris hustete: Was bitte sollte Merce Cunninghams langjährige rechte Hand, fast schon sein Ziehsohn, der noch nie in einer anderen Tanzwelt gelebt hatte, an einem CNDC,...
Sage und schreibe sechs Bartträger auf der Bühne – das war einsamer Rekord beim Berliner Festival «Tanz im August». Errungen hat ihn das schwedische Cullberg Ballet mit «Figure a Sea»: Choreografie von Deborah Hay, Komposition von Laurie Anderson. Was nicht zuletzt jede Menge Künstlerkollegen ins Haus der Berliner Festspiele zog, schließlich handelt es sich bei den...
