düsseldorf: sidi larbi cherkaoui, gregory maqoma «southern bound comfort»

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«Magst du Blumen?», fragt Gregory Maqoma seine Tanzpartnerin Shanell Winlock. Sie tanzt ungerührt ihre wunderschönen Sequenzen und beschimpft ihn, zu spät gekommen zu sein. Der Lacher ist auf ihrer Seite. Humor ist nicht unbedingt eine Stärke von Tanz. Aber «Southern Comfort», choreografiert von Gregory Maqoma aus Südafrika, entstanden 2001, zeigte in seiner Neufassung beim Singapurer Festival «da:ns 2010», wie sehr die getanzte Leichtigkeit täuschen kann, nicht nur durch federleichten Humor.

Die hochgefahrene Bewegungssprache mit komplexen Phrasierungen und einem enormen Schwierigkeitsgrad kommt durch den butterzarten Humor wie ein Understatement daher und soll sogar bewirken, dass man den Tanz auch übersehen könnte.

Maqoma bekommt sein Fett weg, auch die drei Live-Musiker werden Opfer von Shanell Winlock, die sie autokratisch kommandiert – etwas unüblich in einer Tanzszene, die so gern nach Partizipation und Ausgleich strebt. Maqoma muss auf die Knie. Sie thront über ihm, in einem langen Kleid, und reitet auf ihrer Dominarolle herum, bis es ihm, dem gegen ihren Widerstand Tanzenden, endlich reicht. Er dreht ihr den Arm um, und sie verlässt beleidigt die unsägliche Männerbande, ...

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Tanz Juni 2011
Rubrik: kalender, Seite 40
von Stephanie Burridge

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