Marco Goecke
Schwarzsehen gilt nicht. Schon gar nicht für die Zukunft. Ein halbes Dutzend Stücke hat Marco Goecke in den vergangenen Monaten choreografiert, darunter immerhin Auftragsproduktionen für Les Ballets de Monte Carlo, das Nederlands Dans Theater II, Scapino Ballet Rotterdam, das Nors-ke Nasjonalballetten und für das Stuttgarter Ballett, bei dem er weiterhin unter Vertrag ist. Da muss einem nicht bange werden, was die eigene künftige Karriereplanung betrifft.
Tatsache ist, dass der gebürtige Wuppertaler mit einem abendfüllenden «Orlando» in Stuttgart für das nächste Jahr bereits einen Großauftrag in der Tasche hat und sich mit «Le Spectre de la rose» in Monaco und «Le Chant du rossignol» in Leipzig einer Auseinandersetzung mit der Ballettgeschichte stellt, die für ihn gewiss nicht ohne Folgen bleibt.
Schwarzsehen gilt auch deshalb nicht, weil sich das Dunkel seiner Stücke längst gelichtet hat. Spätestens seit «Suite Suite Suite» kommt immer mal wieder Farbe ins Spiel, und in «Fancy Goods» plustert sie sich zuletzt pfauenhaft auf in einem Pink, das noch vor Jahren undenkbar gewesen wäre. Die Arbeiten von Marco Goecke haben sich verändert, auch wenn er sich nach wie vor auf das ...
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