verteidigt das ensemble
Es gibt keinen Zweifel: Der Tanz hat in den letzten Jahren kulturpolitisch erheblich an Bedeutung gewonnen. Da war wohl der Tanzszene nach einigen Abwicklungen städtischer Kompanien, etwa in Köln, Bonn und Frankfurt/Main, der Schock in die Glieder gefahren.
Oder hat tatsächlich «Rhythm Is It!» mit seinem tanzpädagogischen Hype, der von diesem letztlich wenig nachhaltigen Projekt ausging, den entscheidenden Impuls gesetzt? Immerhin entdeckte dank des gleichnamigen Films auch die Politik, welche Kraft in einem Tanzprojekt mit Jugendlichen steckt, und schrieb sich den Tanz auf die bildungspolitischen Fahnen. Spätestens 2005, nach der Ankündigung von beträchtlichen Geldern für den Tanzplan Deutschland durch die Kulturstiftung des Bundes, erwachten jedenfalls alle lobbyistischen Geister des Tanzes. Immerhin lockten insgesamt 12,5 Millionen Euro, gestreckt über fünf Jahre, also 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Das weckte Fantasie sowie Begehrlichkeiten. Man gründete den Dachverband Tanz, und es entstand im Rat für darstellende Kunst und Tanz – einer Sektion des Deutschen Kulturrats – ein Beirat, der sich mit tanzpolitischen Belangen besonders befasst. Zuweilen entsteht dennoch – angesichts ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz März 2015
Rubrik: ideen: tanz und politik, Seite 64
von Rolf Bolwin
nachruf_________
eva campianu
Geboren 1927 in Timisoara, Rumänien, wurde sie zur Pionierin in Fragen des historischen Gesellschafts- und Bühnentanzes aus Renaissance, Barock und Biedermeier. Ihre Tochter Andrea, ab 1972 an der Wiener Staatsoper engagiert, tanzte etwa die Elßler’sche «Cachucha» in Campianus Einstudierung. Eva Campianu hatte ab 1938 bei der...
im april: nacho duato_______
ist der neue Kopf auf dem Staatsballett Berlin. Der Spanier geht mit «Dornröschen» an den Start, importiert von seiner letzten Wirkungsstätte, dem Mikhailovsky in Sankt Petersburg. Schon munkelt man, ein großer Schlaf könne diese hervorragend besuchte Institution übermannen. Andere mutmaßen, es werde eine neue Ära beginnen – wie sie bei...
Sie ist der Deckel auf der Tasse: CuP, der Master-Studiengang «Choreographie und Performance», wurde im Rahmen von Tanzplan Deutschland gegründet und ressortiert an der Universität Gießen und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). Seit 2012 ist Bojana Kunst Nachfolgerin des ersten CuP-Professors Gerald Siegmund.
1969 in Maribor...
