Yvonne Rainer
Im schlichten T-Shirt mit «Merce 50»-Aufschrift und dunkler Hose sitzt sie in der ersten Reihe des Tanzquartier Wien. Aufmerksam verfolgt sie die Probe zu ihrer Performance «RoS Indexical», unterbricht gelegentlich, um den Tänzerinnen Anweisungen zu geben. «Da ist sie also, die große Yvonne Rainer.» Was für eine Aufregung herrschte am Tag zuvor im Tanzquartier. «Sie war gerade erst hier, ging ins Computerzimmer, um ihre Mails zu checken ...», sagt die Assistentin der Presseabteilung ganz aufgeregt, «... und sie hat mit mir gesprochen.
Sie ist so nett, keine Spur von Arroganz, das hätte ich nie erwartet!» Die Virilität und der Esprit, mit dem die mittlerweile 73-jährige Legende ihre Arbeit angeht, ist tatsächlich beeindruckend. Voller Energie und beweglich wirkt sie, mit ihren dunklen, kurz geschorenen Haaren und schlanker Figur, mindestens fünfzehn Jahre jünger. Gelassen und entschieden, unterhält sie sich mit drei Tänzerinnen auf der Bühne, trotz des Jetlag und nur sieben Stunden Schlaf in den letzten zwei Tagen. Es herrscht ein entspanntes Klima, wenn auch keine Stille. Der «Riot at the Rite»-Soundtrack schwillt an, eine BBC-Neugestaltung von Nijinskys «Le Sacre du printemps» von ...
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«Empire – Art & Politics». You might think the title refers to the much discussed political treatise by Michael Hardt and Antonio Negri, but this is not quite true. The performance opens with the recording of a film about theNapoleonic Wars. Napoleon himself appears but a few times, the piece continues as “comedy of manners” of society life: it portrays the fancy...
«Tanzsport?!»
«Ist ein Begriff, den vornehmlich Standardtänzer benutzen. Für Choreografen scheint der Vergleich von Sport und ihrer Kunst eher den Tatbestand einer Beleidigung zu erfüllen.» Sagt Nick Hobbs. Der Choreograf. Frei machen vom «Sportlichen» kann sich der Tanz eh nicht. Nur Menschen, die sich nicht gern bewegen, tanzen nicht. «Sport ist ein Teil des...
«Ich würde sagen, wir ergänzen (in Bayreuth) das ganze Wagner-Repertoire auch um die Orchesterwerke. Wir engagieren – vielleicht nur alle zwei, drei Jahre – die besten Dirigenten der Welt, rekrutieren eine maßgeschneiderte, handverlesene Tanzkompanie für den Sommer und einen herausragenden Choreografen: einen William Forsythe, einen Mats Ek oder sogar einen Heinz...
