Maren Witte
Maren Witte studierte Literatur- und Kulturwissenschaft in Freiburg, Berlin und Berkeley (USA), wo sie auch Tanztechniken wie Release, Contact Improvisation und Tango Argentino trainierte. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über die Wahrnehmung und Wirkung von Bewegung im Theater Robert Wilsons. Ihre Studien setzte sie über Tango und Salsa fort. Sie ist freischaffende Dramaturgin und spezialisiert sich auf Methoden der Vermittlung im Tanz. www.tanzdramaturgie.de
Am Berliner Dock 11 unterrichten Sie «Dramaturgie Coaching».
Was ist das? Meine Kollegin Christiane Berger und ich bieten in dieser Reihe Nachwuchs-Choreografen die Möglichkeit, zusammen mit uns und anderen Teilnehmern auftretende Schwierigkeiten bei der Entwicklung choreografischer Arbeiten zu lösen.
Was heißt Coaching genau? Die Idee gibt es bereits an Universitäten und heißt dort Kolloquium: Ein Teilnehmer des Kolloquiums stellt sein Projekt – eine Magisterarbeit oder eine Doktorarbeit – und die damit verbundenen Probleme vor. Im Plenum wird dann gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Da ich der Ansicht bin, dass wissenschaftliche und künstlerische Projekte in ihrer Entstehungsphase ...
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André Presser ist nicht auf den Hund gekommen, wie das Deckblatt einer Biografie vermuten lässt. Aber Tishpoo ist immer dabei, wenn sein Herrchen dirigiert. Das tut der rothaarige «Ratje» aus Amsterdam, wie ihn eine seiner Geliebten nennt, heute nur noch in Ausnahmefällen.
Andries Jacob Presser, wie der Sohn eines jüdischen Kabarettisten eigentlich heißt, ist...
Da steht sie, aufrecht und schmal, schlichter schwarzer Anzug, flaches Schuhwerk, die Arme links und rechts um ihre Tänzerinnen geschlungen. Festen Schritts tritt sie an die Rampe und nimmt die Ovationen ihres Publikums entgegen. Dennoch, ein skeptischer Blick über die Scheinwerfer hinweg streift das Parkett, der Hauch eines Lächelns spielt um ihre Lippen.
Draußen,...
Das Licht schält sie sanft, fast nachsichtig, aus dem Dunkel heraus. Zwei Figuren, sie vorn, er hinten, in zwei Welten. Dazu klackert, schabt und hallt es in der elektronischen Klangkulisse. Als blicke man in eine entfernte Zeit, einen fremden Ort; zerfallen und vergessen sind Alltag und Leben. Die Frau im knielangen goldbraunen Kleid reckt ihr Gesicht suchend,...
