gewonnen: yoshiko waki...
...und Rolf Baumgart sind die Kompanie bodytalk aus Bonn; sie erhielten den siebten «Leipziger Bewegungskunstpreis» für die Uraufführung ihres Tanzstücks «Zig Leiber / Oi Division» über Neonazis im angeblich rechtsfreien Raum. Die Jury meint: «Radikal rabiat. Bodytalk okkupiert die Bühne und macht sie zum Schlachtfeld. Körpersprache als konsequenter Körperkrieg.
» Der mit 5000 Euro dotierte Preis, der nicht aus Steuergeldern bezahlt wird und trotzdem unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters steht, wird jährlich an eine he-rausragende Leistung unter Leipziger Off-Aufführungen vergeben. Diesmal für die Erkenntnis (so die Jurybegründung): «Alles wird Gewalt und jeder gewalttätig. In allen tickt die Bombe, auf alle wartet ein Täter. Ein Opfer. Und alle werden sie beides sein.
Körpermasse und Macht. Destruktivität und Verlockung. Die große Stärke liegt darin, sich dieser auch sexuell aufgeladenen Aggressionslust anzunehmen. Ihr eine Form zu geben und sie zu Ende zu denken und auszuspielen.» Baumgart und Yoshiko Waki, die unter anderem das Bonner Festival «Tanz! ist kein 4-letter-word» mitkuratieren, zeigen ihr Stück wieder am 30. September und 1. Oktober in Mülheim im ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 59
von
Stefan Dreher,heute schon Sonnengrüße gemacht?
Theoretisch schon. Das ist eine etwas freche Behauptung, denn normalerweise sollte das Üben in den Tagesablauf integriert sein, aber ich bin gerade verletzt und vorsichtig.
Sie üben und unterrichten Iyengar-Yoga. Wie kam es dazu?
Meine Mutter hat Yoga gemacht und unterrichtet immer noch. Zu Hause war das immer sehr...
Die Wand stürzt um, reißt Frau und Mann gleich mit sich. Für einen Moment zeichnete sich das Bild anmutig posierender Figuren vor weiß erleuchtetem Grund deutlich ab. Nun wälzt sich das Paar auf einer Matratze – denn als solche gibt sich das hinfällige Objekt zu erkennen –, ringt um Liebe, zärtlich, kämpferisch. Bald verschwindet der Mann im Bühnendunkel; sie...
...befindet sich stets auf der Grenze zwischen Tanz und bildender Kunst. Das verleiht ihren Arbeiten immer eine große formale Strenge. Und es lässt sie mit Präsentationsformen experimentieren, vor allem der Installation. Nun entwirft sie ihre bislang komplexeste Tanzinstallation: mit sechs Tanzsoli, einem Videolabyrinth und einer Klangkulisse. «Fern» rückt das...
