Fliessen
Im Halbdunkel in der Mitte des Raums eine schwarze Gestalt, im Gegenlicht, uns den Rücken zugewandt. Der Schatten verfremdet sie, modelliert eine Skulptur. Sie dreht sich unendlich langsam, nur eine Ahnung von Bewegung, die Füße rätselhaft unbewegt. Ärmel heben sich, aus den Öffnungen wachsen Hände. Unterschwellig schwebende Klänge. Ein Zittern durchbricht die flächige Zeit: eine Hand, ein Arm, schließlich ein Fuß verselbstständigen sich, geraten außer Kontrolle, Zuckungen bemächtigen sich des Körpers.
Irgendwann ferne Rufe eines fremdartigen Vogels oder der Klang japanischer Flöten. Die Bewegungen der Gestalt werden zunehmend größer, beginnend am Platz, nach einer Weile im sich weitenden Lichtfeld raumgreifend. Der Körper schwebt mühelos und leicht, fließt sich fortwährend geschmeidig verformend, löst sich zuweilen auf in der Dunkelheit. Er nimmt den ihn umgebenden Raum in sich auf. Die Haut ist als Grenze durchlässig geworden, die Bewegung unendlich. Ich werde ins Geschehen hineingesogen – und sehe nichts. Meine Wahrnehmung wird unsicher, das komplexe Formenspiel verschmilzt zu einem unablässigen Bewegungsfluss. Ich fühle mich der Realzeit enthoben, selber frei schwebend, ohne ...
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Theatre is a filthy art. an art infected by life. borne by actors who cannot escape their human form, their weight, the span of their limbs, their genitals. We watch a body as it sweats, exudes its aura, attracts or repels us. Theatre is a carnivorous medium, feeding on bodies. Bodies out of control. Bodies oblivious to rules, naïvely arousing their own lust....
Jess Curtis is one of the Apocalyptic Devo-influenced release-based dancers who were at the forefront of the US avant-garde at the end of the last century, during that difficult decade which began when young men were dying of AIDS with no hope of a cure – and the neo-shamanist dances of his group came closest to achieving tragic gravitas in response to the deaths...
John Scott has been a presence – although often unnoticed – on Ireland’s dance scene for some years now. Also often misunderstood, his rattlebag of literary and physical influences has given birth to a vocabulary and form unlike those around him. Small in scale, but large in vision, his recent creations unapologetically mix Ireland’s slickest freelance dancers with...
