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Stephanie Thiersch: «Bronze by Gold»

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«God is a DJ» heißt ein Song der britischen Gruppe Faithless. An ihn erinnert man sich bei der Uraufführung von Stephanie Thierschs «Bronze by Gold» beim Berliner Festival «Tanz im August». Zu Beginn liegen die sieben Tänzer ihrer Kölner Kompanie Mouvoir schlaff auf der Bühne, bis die elektronischen Beats von DJ Elephant Power sie gottgleich zum Leben erwecken.

Wie auf Knopfdruck katapultieren die Party People sich in Feierlaune, als zeichne die Choreografin das Porträt einer Generation auf permanenter Suche nach Ekstase, nach rauschhafter Intensität, nach einem Verschmelzen im Kollektivkörper.

Die Euphorie hat etwas von Videoclip-Ästhetik. Bis die Gruppe zerfällt und wie haltlos taumelt. Jeder wirft sich dem Nächstbesten an den Hals. Flüchtig sind die Begegnungen – und ruppig. Stephanie Thiersch zeigt hier nicht nur Rave-Verzückung. Denn sobald ihre Tänzer auf die Musiker des Asasello-Quartetts prallen, öffnen sich neue Klangräume und Gefühlswelten, selbst wenn die Nähe eher erzwungen ist. Wie zu erwarten, rücken die Performer den Instrumentalisten heftig auf die Pelle, und diese antworten nicht nur mit unbändiger Spielfreude, sie bringen auch enormes Standvermögen mit.

«Bronze by ...

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Tanz Oktober 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 38
von Sandra Luzina

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