Soc. Raffaello Sanzio mit «Hey Girl!»
«Am Ende», heißt es im Programmheft des steirischen herbst in Graz, «wird es eine Art Tanz gewesen sein», das Stück «Hey Girl!» von Romeo Castellucci, Kopf der Socìetas Raffaello Sanzio, das im ersten Programm der neuen herbst-Intendantin Veronica Kaup-Hasler uraufgeführt wurde. Am Ende, werden wir sagen, war es eine waschechte Choreografie mit Tanzelementen. Kein «postdramatisches Theater».
Stimmungsvoller Bühnennebel durchwabert den düsteren Dom im Berg unter dem Uhrturm, dem Grazer Stadt-Wahrzeichen. Im Dunst steht die Zeit still.
Ein Metalltisch unter einer Leuchtstoffröhre, darauf ein unförmiger Haufen. Schlachter- oder Gummireste? Es rührt sich etwas in der Stille auf dem Tisch, ein zäher Teig beginnt zu fließen, Körperteile platschen auf den Boden. Da entpuppt sich ein Alien: eine junge, blonde Frau, die sich zu einem Spiegel, in T-Shirt und Jeans, hinter ein auf dem Boden liegendes Schwert schleppt. Das Schwert ist heiß, es lässt Wasser verdampfen und versengt einen Stoff, der der schönen Frau zum Umhang wird. Die Kreuzritterin wird das Schwert auch selber spüren, wenn die schwarzhäutige Geisterfrau es ihr durch ihre großen, schwarzen Nachtfalterflügel stößt.
Vielleicht ...
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Was die drei Stücke, allesamt Uraufführungen in der Bayerischen Staatsoper, eint, ist der Bezug zur Neoklassik und zu William Forsythe, ist die Dominanz optischer Effekte. Dies, weil der ehemalige Forsythe-Tänzer Stephen Galloway der Kostümbildner des Abends ist, mehr noch, weil der Ausstatter Michael Simon heißt. Er war Bühnenbildner bei Forsythe von der ersten...
Rafael Bonachela,
you won the first Place Prize last year – what have you done with the £32,000?
I invested it in my own company, the Bonachela Dance Company. We had our first premiere in June. We have a manager and six dancers, but our work is only project based. I do not have revenue funding from Arts Council England.
You became famous when you choreographed Kylie...
Was ist der Unterschied zwischen modernem und zeitgenössischem Tanz?
Andreas Bernard, Berlin
Lieber Andreas Bernard,
George Balanchine behauptete, Tanz sei immer zeitgenössisch. Was meinte er damit? Der Tanz als darstellende Kunst ist immer an den lebendigen, an den im Hier und Heute lebenden Tänzer, d. h. tanzenden Menschen und an den lebendigen, an den im Hier und...
