altenburg

silvana schröder «waiting room»

Tanz - Logo

Wer abheben will, muss erst einmal sicheren Boden unter seinen Füßen finden. Niemand weiß das besser als Silvana Schröder. Seit 2011 im Amt, hat sie mit zahlreichen Kreationen die Ausgangsbasis einer Erfolgsunternehmung geschaffen, die sich inzwischen mit dem Exzellenz-Titel Thüringer Staatsballett schmücken darf. Doch selbst der sichert die Existenz nur dauerhaft, wenn man bei seinen Höhenflügen die Zuschauer nicht gänzlich aus den Augen verliert.

Diesbezüglich besteht an den Bühnen der Stadt Gera wie am angeschlossenen Landestheater Altenburg offenbar wenig Gefahr: bei der Festwoche Ende Januar waren alle Vorstellungen so gut wie ausverkauft, und innerhalb weniger Tage zeigte sich das kleinste Staatsballett Deutschlands mit «KeimZeit» (tanz 1/15), «27» (tanz 2/13), «Cinderella» und «Schwarzer Schwan» (tanz 10/13) gleich in vier Großproduktionen, ohne dabei an erkennbare Leistungsgrenzen zu stoßen.

Ein Ballett wie «Waiting Room», im Juni letzten Jahres uraufgeführt, hätte da gut ins Bild gepasst. Denn auch hier versteigt sich Silvana Schröder nicht in irgendwelchen Wolkenkuckucksheimen, sondern beschäftigt sich stattdessen mit den kollektiven Erfahrungen ihres Publikums. Dass das ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz April 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 32
von Hartmut Regitz

Weitere Beiträge
bielefeld

übernimmt im Sommer das Tanztheater Bielefeld als Nachfolger des nach Braunschweig wechselnden Gregor Zöllig. Bekannt wurde der Italiener durch die im umbrischen Tuoro bei Perugia beheimatete Kompanie Déjà Donné, die er 1997 gemeinsam mit der Tschechin Lenka Flory gründete. Um die Jahrtausendwende verbuchten die beiden beachtliche Tournee-Erfolge mit ihrem...

newcomer: Tobias M. Draeger

Der Mann ist eine Leuchte. Hält die Schreibtischlampe an ihrem Gelenkarm. Prompt kommt ein Hüsterchen aus dem Publikum, ein Stuhl macht knarzende Geräusche. Gute Vorlage, sofort vergewissern sich Lampe samt Spieler, was los ist. In Riga waren die Leute so mucksmäuschenstill, da musste Tobias M. Draeger auf der Bühne glatt verhungern. In Wien überfiel einen...

öffnet euch!

Monika Grütters, eine Initiative unter Federführung des Dachver-bands Tanz hat ein Papier erarbeitet, das mit dem Städtetag, der Kultusministerkonferenz und Vertretern Ihres Hauses diskutiert wird, weil es auch dem Bund einiges abverlangt – nämlich eine Erhöhung seiner Tanzförderung von vier auf 20 Millionen Euro. Sagen Sie da: Träumt mal schön weiter? Es gibt aus...