hans-georg küppers
Man muss ja nicht so weit gehen und den Mann eine Lichtgestalt nennen, wie es die Frau vom Bezirksausschuss tut. Sie treibt Hans-Georg Küppers damit glühende Röte ins Gesicht. Münchens Kulturreferent hat seine Fans in allen Schichten der städtischen Hierarchie, ganz oben, in der breiten Mitte und eben auch in den kleineren Verwaltungsbereichen.
Denn der SPD-Mann betätigt sich mit Charme und Geschick als Kanalarbeiter, wirbt für schwierige Projekte wie das wohl ehrgeizigste seines Deputats, das sogenannte Kreativquartier, unternimmt eine Dienstreise zu bereits existierenden, möglicherweise vorbildlichen Projekten und bringt mit einer Anschubveranstaltung und einem Internet-Forum die Diskussion unter den Bürgern ins Rollen.
2015 soll der Plan realisiert sein, die denkmalgeschützte Jutier- und die Tonnenhalle im Nordwesten der Stadt zu sanieren und auszubauen nach den Bedürfnissen von Münchner Künstlern und Leuten aus der sogenannten Kreativwirtschaft, die das Geld bringen, das Künstlern stets fehlt. Was und wen die kreative Insel inmitten eines urbanen, nach zeitgemäßen Kriterien gestalteten neuen Viertels auf einer der höchst seltenen von der Stadt bebaubaren Industriebrachen ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 145
von Eva-Elisabeth Fischer
Das Gewohnte weiter bewohnen. Bühnenluft bis zur Rente einatmen. Wär’s das? Etwa als Ballettmeister, Kompaniemanager, Dramaturg oder Choreologe?
Er kommt aus Japan und leitet als Choreograf und Tänzer die junge Kompanie Tokyo Electrock Stairs. Was anderswo ein alter Hut zu sein scheint: Hip-Hop gilt in Japan nach wie vor als Kindertechnik und dient allenfalls der jugendlichen Unterhaltung in kleinem Kreis. Kentaro weiß das und macht trotzdem weiter. Streetdance ist Ehrensache. Und er hat Talent. Er...
Jared Gradinger und Angela Schubot stehen sich gegenüber und schließen die Augen. Bis zum Ende ihrer knapp einstündigen Tanzperformance «is maybe» im Juni im Berliner HAU werden sie sie nicht öffnen. Eyes wide shut. Kein Blick fällt auf den anderen. Denn Blicke schaffen Distanz. Die beiden sehnen sich nach grenzenloser Nähe. «is maybe» kreist um den Wunsch, vom...
