Die Palucca Schule
Die Palucca Schule bildet nicht nur angehende Tänzer aus. Unter der Leitung von Jenny Coogan gibt es auch einen weiterführenden Studiengang Choreografie, der sich an bereits praktizierende Tänzer richtet. Im Rahmen eines viersemestrigen Direktstudiums will er in Vorlesungen, Seminaren, praktischen Übungen, künstlerischen Projekten und Exkursionen Studenten ermutigen, «ihre künstlerische Sensibilität und eine unverwechselbare choreografische Sprache zu entwickeln». Was gar nicht so einfach ist, wie die Abschlussveranstaltung im Rahmen der 16. Internationalen Tanzwoche Dresden beweist.
Sechs Choreografie-Kandidaten hatten sich zum Welttag des Tanzes am 29. April im Festspielhaus Hellerau angesagt, aber kaum eine der insgesamt sieben Arbeiten lässt einen «souveränen Umgang mit Raum», eine «hervorragende Musikalität» und ein «außergewöhnliches Potenzial für kreative Gestaltung im Tanz» erkennen – erklärtermaßen Voraussetzungen, um überhaupt zum Studium zugelassen zu werden. Am besten platziert sich noch Yan Kong in «Flug» und «Bruch» auf dem Podest, die wie eine Marionette an den Fäden der Musik Walburga Waldes hängt. «La Reine» von Steffen Fuchs (mit Ariane Thalheim als Königin ...
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Jean-Baptiste André ist ein Artist, den es zur zeitgenössischen Bühnenkunst verschlägt. Er wirkt dort wie ein Hai als gut getarnter Goldfisch. Denn André hat eine Kleinigkeit seinen Kollegen vom Tanz voraus: Er steigt viel zu mühelos die Wände hoch, könnte ewig mit nur einer Hand auf dem Kopf stehen. Aber das tut er nicht, weil’s zu sehr nach Akrobatik aussähe....
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Mathilde Monnier, die Entdeckerin. Immer auf Abwegen, immer auf dem Sprung, Tanz infrage zu stellen, indem sie ihn mit anderen Welten konfrontiert. Literatur, Philosophie, Psychiatrie oder Gesang. Jedes Mal erforscht sie die Grenzen des Ausdruckmittels Tanz. Sobald sie 1994 die Leitung des Centre chorégraphique national in Montpellier übernahm, trieb sie die...
