Transition
Die Kunst des Malers wie des Bühnenbildners bestehe darin, das Licht auf den Körpern und Dingen optimal einzufangen, war die Überzeugung von Jean-Paul Vroom. Er war Maler von Beruf und aus Leidenschaft. Als Bühnenbildner wurde er weltberühmt. Von 1970 bis 1984 entwarf er die Bühnen und oft auch die Kostüme für die Choreografien von Hans van Manen: für «Situation» und «Große Fuge», für «Twilight», «Adagio Hammerklavier», «Four Schumann Pieces», «Lieder ohne Worte», «5 Tangos», «Klaviervariationen» – eine einzigartige Serie von Meisterwerken.
Vroom, geboren 1922 in Den Haag als Spross einer Malerfamilie, hat in seiner Jugend deutsche Kunst und deutsche Künstler geliebt, als Erwachsener die Deutschen fürchten gelernt, als er im Widerstand gegen die Nazis in Paris Pässe fälschte und vor der Gestapo floh, als Künstler schließlich mit den Deutschen Frieden machte und mit seinem Freund van Manen die deutschen und die internationalen Bühnen eroberte. In seinen letzten Jahren war er, an Alzheimer erkrankt, ein Pflegefall. 84-jährig ist Jean-Paul Vroom am 29. März in Amsterdam gestorben.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
In July and August foreign students descend on London in large numbers to experience the dance training that is on offer in high quality summer schools. Elmhurst, at their wonderful new facility in Birmingham does not yet have their own summer school in classical ballet, although they will do so in the near future. At the moment the new school, affiliated to...
Die Kids sind in Massen gekommen. Und stopfen sich Massen von Chips in den Mund. Sollte das der Beitrag der Tanzkunst zur Volksgesundheit sein, wie es britische Tanzpolitiker in letzter Zeit preisen? Denn wäre es um den Volkskörper so bestellt, als würde er vor der Glotze hocken. Doch sobald die Tänzer der Henri Oguike Dance Company zu den Taiko-Trommeln in «Second...
Ein Name wie ein Säuseln in der Bambusstaude: Ea Sola. Die sanfte Humanistin mit der kompromisslosen Arbeitsweise ist ein Symbol der Wiedervereinigung, eine Triebfeder der Versöhnung mit der einstigen Kolonialmacht Frankreich. Sie ist die Ikone der kulturellen Öffnung ihres Landes, eine Brücke nach Europa, in die Zukunft. Für die Vietnamesin, die sich erst in...
