Der Lehrer: Julyen Hamilton
Julyen Hamilton, Sie sind Tänzer, Choreograf und Dichter und haben sich die spontanste Form unter den Künsten zum Beruf gemacht. Mit Ihrer Improvisations-Methode reisen Sie seit 40 Jahren um die Welt.
Tatsächlich ist es so, dass ich gar keine Methode entwickelt habe. Ich habe lediglich meine Interessen praktiziert und verfeinert, als Performer und Performance-Macher. Dadurch habe ich verschiedene Möglichkeiten gefunden, um meine Erkenntnisse und Erfahrungen mit anderen zu teilen.
Eines meiner Grundprinzipien ist es, während des Unterrichtens selbst mental und körperlich im Moment zu bleiben. Ich bestimme den Raum durch meine Präsenz und schaffe dadurch eine Atmosphäre. Das bedeutet, die Studenten werden sowohl von der Umgebung als auch durch meine gesamte Pädagogik unterrichtet.
Verwenden Sie im Unterricht ein bestimmtes mentales Setting?
Ja, und das beruht auf Veränderung. Denn was wir über den Moment wissen, ist, dass er sich verändert. Ziel der Arbeit ist es also, Veränderungen zu beobachten und an diesen teilzuhaben. Ich erwarte, dass man sowohl im Denken als auch im Körper beweglich ist. Ich trainiere mit den Studenten die Bereitschaft für spontane Richtungs-, ...
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Tanz Januar 2016
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Christine Matschke
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Eigentlich sollte es eine «Queen´s Night» werden. Ballettchef Marc McClain wollte mit seiner Kompanie einen Abend zur Musik der Rockgruppe Queen auf die Bühne bringen. Daraus wurde nichts, die Rechte für die Verwendung der Musik wurden ihm nicht gewährt. Stattdessen gibt es nun den dreiteiligen Abend «Secret Affairs» zu Musik von Mozart, von Frangis Ali-Sade für...
«Der gemeinsame Nenner unserer Ausbildungen ist der Zeitgenössische Tanz – egal, ob wir für die Bühne oder die Vermittlung im tanzpädagogischen Bereich ausbilden», sagt Nikolaus Selimov, Leiter der Tanzabteilung an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK Wien), zur künstlerischen Ausrichtung seines Fachbereichs. «Das Wichtige ist die...
