Créteil on tour: Alessandro Sciarroni «Augusto»

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Lachen kommt, Lachen vergeht. In verschiedenen Varianten. Therapeutisch zum Beispiel, als Lach-Yoga. La Ribot machte sich das einst zu Nutzen, in ihrer Performance «40 Espontáneos» für  Amateure. Andere lachen sich mit sexistischen Witzen ihr Spießertum schön, brillant demonstriert in Maguy Marins sarkastischem «Ha! Ha!».  Auch die Belgierin Lisbeth -Gruwez kam in ihrem «AH|HA» der gruseligen Seite unserer Zwerchfellerschütterungen auf die Spur. Alle waren auf einem klaren Weg. Man konnte mit ihnen lachen und sie dabei ernst nehmen.

 

Und Alessandro Sciarroni? Auch er spielt mit dem Kontrollverlust des Lachens, mit repetitiven Strukturen. Darin liegt theoretisch die Schnittstelle zwischen «Augusto» und den Arbeiten der drei anderen Choreografinnen. Bisher hat Sciarroni mit überraschenden Erkundungen des Schuhplattlers oder der Jonglage überzeugt, immer wieder gelang es ihm, traditionelle Techniken neu zu beleuchten. Diesmal kommt es anders.

«Augusto» bezieht sich auf den roten Zirkusclown, auf Deutsch als «Dummer August» verunglimpft. Doch was hat der mit den neun Darstellern zu tun, die hier beständig im Kreis laufen? Der Zuschauer wäre durchaus bereit, sich auf die erklärte ...

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Tanz April 2019
Rubrik: Kritik, Seite 44
von Thomas Hahn

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