auf dvd: coppélia
Kann es ein geeigneteres Ballett für Kinder geben? Es ist nicht so lang wie «Schwanensee» oder «Dornröschen», die Musik von Léo Delibes kommt leichtfüßig eklektisch daher, und die Geschichte handelt von mechanischen Puppen, die in der Werkstatt des Coppélius ruckeln und zuckeln. Und nicht zu vergessen: Das ganze Ballett kann von Kindern und Jugendlichen gestemmt werden! So ist es seit Langem Tradition an der Ballettschule der Pariser Opéra – in Paris gehört «Coppélia» seit seiner dortigen Uraufführung (1870) zum Eckpfeiler des Repertoires.
Die nun auf DVD vorliegende Aufnahme entstand 2001 und basiert auf der zweiaktigen Produktion von Albert Aveline (1883–1968), die von Pierre Lacotte und der bis 2004 amtierenden Schulleiterin Claude Bessy frisch gehalten wurde. Staunen darf man über die Akkuratesse und Tanzlust der vielen jungen Mitwirkenden. Und ist hingerissen von der technischen Souveränität und der Ausstrahlung der Hauptdarsteller Charline Giezendanner (Swanilda) und Mathieu Ganio (Frantz), die beide zum Zeitpunkt der Aufnahme gerade 16 Jahre alt waren und danach in die Kompanie der Opéra wechselten. Die Chancen stehen gut, dass diese «Coppélia» viele Kinder und Jugendliche ...
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Tanz März 2011
Rubrik: medien, Seite 61
von Klaus Kieser
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