brendan dougherty

Meg Stuart, An Kaler, Adam Linder und ein paar weitere Choreografen haben eins gemeinsam: den Mann, der den Sound für ihre Stücke macht. Dafür ist weniger Werkeln im stillen Kämmerlein angesagt als schweißtreibende Zusammenarbeit

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Es klingt wie eine Liebesgeschichte, wenn Choreografen anfangen, über Brendan Dougherty zu reden: «Ein großartiger Künstler», «ein brillanter Musiker», «a queer ally», «einer, der gute Energie mitbringt», «kein Dogmatiker, sondern einer, mit dem man genauso über Pop, RnB wie über Hip-Hop reden kann».

Dougherty selbst neigt nicht zu irgendwelchen Gefühlsbekundungen, dennoch hat es 2007 bei ihm deutlich klick gemacht. Damals traf er auf den Tänzerchoreografen Jeremy Wade: «Ich hatte einige Fragen zur Performativität angesammelt, und Jeremy hatte die Antworten darauf.

In der Tanzwelt gibt es eine viel höher entwickelte Aufmerksamkeit dafür, wie man sich selber auf der Bühne präsentiert, was das eigentlich für ein Raum ist, eine Bühne. Was wird da gesellschaftlich verhandelt, was gibt es für Möglichkeiten der Beziehung zum Publikum? Wie die Tanzszene mit solchen Fragen umgeht, das ist jeglichem Ansatz in der Musik weit überlegen, sehr viel progressiver.»

Auch wie das konkret geht mit dem Tanz, sollte er zu spüren kriegen. Jeremy Wade fand, Dougherty müsse an seiner «body awareness» arbeiten und brachte ihm «Yoga und Pilates und alles Mögliche» bei, es folgte ein zweiminütiges Solo im ...

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Tanz Oktober 2014
Rubrik: menschen, Seite 25
von Astrid Kaminski

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