die neue für wuppertal
Eine Frau also fürs Diven-Ensemble. Außerdem eine, die mit schönem, offen getragenem Langhaar aussieht, als wäre sie selbst langjährige Bausch-Primadonna. Allerdings: Mit ihrem energischen Sportsgeist und pragmatischen Humor hätte sie wohl auf der Bühne der schmerz-herz-schnurrigen Tanztheater-Damen gelegentlich die fußaufstampfende Anti-Larmoyanzlerin abgegeben. Eigentlich eine ganz schöne Vorstellung. Ab 2017 darf sie das zumindest im Off-Bereich tun.
Adolphe Binder wird den in der deutschen Tanzszene wohl furchteinflößendsten Chefposten übernehmen: künstlerische Leitung des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Sie sei Feministin, sagt die in Rumänien geborene, in Deutschland aufgewachsene Adolphe Binder, und Schweden mit seinem Engagement für Gleichberechtigung sei in dieser Hinsicht eine starke Erfahrung für sie gewesen.
In Göteborg hat der Geschäftsführer der Bausch-Truppe, Dirk Hesse, seine Wunschkandidatin aufgespürt. Dort ist Binder derzeit Direktorin der städtischen Danskompani in einem großen Opernhaus mit 1400 Plätzen bei gerade mal einer halben Million Einwohner. Binder hat trotzdem nicht auf kassentaugliche Handlungsklassiker und Big Names gesetzt, sondern bis auf – wie ...
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Tanz März 2016
Rubrik: Menschen, Seite 32
von Nicole Strecker
Ein Rücktritt, der die Opéra erschütterte und jedenfalls in Frankreich für Schlagzeilen sorgte: Kaum hat die erste von ihm programmierte Spielzeit begonnen, sucht Benjamin Millepied das Weite. Zum Ende der laufenden Saison verlässt er die Spitze des Pariser Opernballetts. Aus der Nachricht wurde ein Beben der Stärke 12 auf der Lissner-Skala. Stéphane Lissner,...
Totsein setzt voraus, dass man vorher schon mal da war. Wenn man danach immer noch da ist, dann ging vermutlich etwas nicht mit rechten Dingen zu. Am Theater ist das nichts Ungewöhnliches. Für Kinder schon gar nicht. Sie spielen gerne tot. Das liegt auch daran, dass sie alles lieben, was keine (moralischen) Grenzen bzw. Schubladen kennt. Nach Lust und Laune...
Die Lebensgeschichte von Juan Manuel Fernández Montoya, genannt Farruquito, ist geprägt von Glanz und Tragödie, von kometenhaftem Aufstieg und tiefem Fall. Sie ist Teil der Geschichte einer der bedeutendsten Flamencodynastien der Gitanos. Geboren wurde er 1982 in Sevilla als Enkel des legendären Patriarchen Antonio Montoya Flores «Farruco», Schöpfer eines...
